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Burkard

 

BurkardBurkard
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Statue des heiligen Burkard auf der Alten Mainbrücke, Würzburg.
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Kupferstich des Würzburger Hof – und Universitätskupferstechers Johann Salver (* 1670 in Forchheim; † 1738) aus der Serie mit Würzburger Fürstbischöfen
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Reliquienschrein des hl. Burkard in der Burkarder Kirche zu Würzburg

Burkard, auch Burkhard oder altenglisch Burgheard (* 683; † 755 in Homburg am Main)[1], war ein aus Südwestengland stammender Mönch, der Anfang 742 von Bonifatius zum ersten Bischof von Würzburg eingesetzt wurde (742 bis 754).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben
  • 2 Verehrung
    • 2.1 Patrozinien
  • 3 Quellen
  • 4 Literatur
  • 5 Weblinks
  • 6 Anmerkungen und Einzelnachweise

Leben

Wie Bonifatius war auch Burkard (Burkhard) von vornehmer Herkunft. Seine Heimat war wahrscheinlich das westliche Südengland. Auch er war wie Bonifatius Benediktiner.

Der Angelsachse Burkard, geboren um 683 bis 685, wurde mit 30 Jahren wahrscheinlich von Bonifatius zum Priester geweiht und zog um 715 oder kurz darauf aufs Festland zur Missionsarbeit.

Burkard war ab 738 mit höchster Wahrscheinlichkeit 1. Abt in der Klosterzelle Rorlach, heutiges Neustadt am Main.

Von Anfang 742 bis 754 war er erster Bischof von Würzburg. Die erste Zeit als Bischof soll er noch laut der Chronik von Lorenz Fries in Neustadt gewesen sein.

Er besuchte die Synoden von 742 bis 747 (Reichsversammlung und Synode in Düren 747). Im Auftrag von Pippin dem Jüngeren reiste er gemeinsam mit Abt Fulrad von Saint Denis bei Paris 750/751 nach Rom. Dort holte er von Papst Zacharias die Erlaubnis zur Absetzung des letzten Merowingers – Childerich III. – ein.

In seiner Diözese war Burkard vor allem um deren Ausbau bemüht, da die Franken trotz der Missionierung durch Kilian und seiner Gefährten Kolonat und Totnan wieder zum Heidentum tendierten. Im Jahr 750 gründete Burkard das Kloster Sankt Andreas in Würzburg, das später in Sankt Burkard umbenannt wurde.

Laut Überlieferung legte er im Frühjahr 754 seine Ämter nieder und wurde Einsiedler bei Homburg am Main, wo er im darauf folgenden Jahr 755 starb. Seine Gebeine wurden am 11. Oktober 988 in das von ihm im Jahre 750 begründete Würzburger Kloster, Andreaskloster, überführt.

Verehrung

Im Mittelalter wurde das Fest des heiligen Burkard im Bistum Würzburg wie die anderen Hochfeste gefeiert. Der Burkardusweck, ein Brot in Ringform, war ein Volksbrauch. Von den Gläubigen wird der heilige Burkard als Helfer gegen Gelenkschmerzen und Rheumatismus, sowie Stein- und Nierenleiden und Lendenschmerzen verehrt. Der evangelische und römisch-katholische Gedenktag des Heiligen ist der 2. Februar; die Erhebung seiner Gebeine wird von der römisch-katholischen Kirche am 14. Oktober gefeiert. Nach ihm wurde die 1881[2] gegründete (Neue) Burkarderschule[3] (inzwischen mit der Steinbachtal-Burkarder-Grundschule[4] zusammengelegt) benannt.

Patrozinien

Deutschland:

  • Marienkapelle (Bad Kissingen)
  • St. Burkard (Geiselwind)
  • St. Burkhard (Hohenfelden)
  • St. Burkard (Hardheim)
  • St. Burkhard (Messelhausen)
  • St. Burkard (Oberailsfeld, Gemeinde Ahorntal)
  • St. Burkard (Obernbreit)
  • St. Burchard (Oedingen)
  • St. Burkard (Oerlenbach)
  • St. Burkhard (Uiffingen)
  • St. Burkard (Würzburg)

Schweiz:

  • St. Burkard (Mettmenstetten)

Quellen

  • Vita Burkardi 1 und 2
  • Chronik von Lorenz Fries

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Bautz: Burchard. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 816–817.
  • Wilhelm Engel: Burchard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 29 (Digitalisat).
  • Heinrich Hahn: Burghard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 564–566.
  • Konrad Schäfer, Heinrich Schießer: Leben und Wirken des hl. Burkhard (= Bad Neustädter Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde Frankens. Band 4). Bad Neustadt a. d. Saale 1986, ISBN 978-3-9800482-4-8.
  • Heinrich Wagner: Würzburger Diözesan Geschichtsblätter (WDGB). Band 65, 2003 (Die Würzburger Bischöfe 741–842), S. 17–43.
  • Alfred Wendehorst: Burchard (Nr. 14). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 2, Artemis & Winkler, München/Zürich 1983, ISBN 3-7608-8902-6, Sp. 951.

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Burkard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • http://www.weyer-neustadt.de/content/DesktopDefault.aspx?tabid=180
  • Burkard in der Frieschen Chronik
  • Biography „St. Burchard of Würzburg“ (englisch)
  • Burkard im Personenregister der Germania Sacra online

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Auch 753 wird als sein Todesjahr angegeben – vergleiche dazu Friedrich Wilhelm Bautz: BURCHARD, erster Bischof von Würzburg. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 816–817.
  2. Horst-Günter Wagner: Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1300, Anm. 64.
  3. Harm-Hinrich Brandt: Würzburger Kommunalpolitik 1869–1918. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), S. 64–166 und 1254–1267; hier: S. 138 (Neue Burkarder Schule).
  4. Website.
VorgängerAmtNachfolger
---Bischof von Würzburg
742–754
Megingaud

 


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