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Damian de Veuster

 

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Damian de Veuster (1888)

Damian de Veuster (* 3. Januar 1840 als Jef de Veuster in Tremelo, Belgien; † 15. April 1889 in Kalawao, Insel Molokaʻi, Hawaii, auch Damian von Molokai, englisch Damien, niederländisch Damiaan geschrieben, Taufname auch deutsch Joseph) war Ordenspriester der Arnsteiner Patres und ist ein Heiliger der katholischen Kirche. Sein Gedenktag in der Liturgie der katholischen Kirche ist der 10. Mai.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben
  • 2 Gedenken
  • 3 Siehe auch
  • 4 Literatur
  • 5 Weblinks
  • 6 Einzelnachweise

Leben

Jef de Veuster wurde als siebtes Kind einer Bauernfamilie geboren. Nach Abschluss der Volksschule arbeitete er vier Jahre auf dem elterlichen Hof und wurde dann von seinem Vater auf eine Handelsschule geschickt. Er sehnte sich aber nach einem Leben in der kirchlichen Mission. Daher trat er 1860 in das belgische Mutterhaus der Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens und der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes in Löwen ein und erhielt den Ordensnamen Damian. 1863 wurde er in die Mission auf die Sandwich-Inseln (den heutigen US-Bundesstaat Hawaii) entsandt. Dort empfing er schon zwei Monate später die Priesterweihe und wurde zunächst auf die Insel Hawaiʻi, nach Puna und Kohala, gesandt. Pater Damian war für seine gute Konstitution bekannt und erbaute eine Reihe von Kapellen mit eigenen Händen. Auf eigene Bitte hin ließ er sich 1873 auf die Insel Molokaʻi bringen, wo in einem schwer zugänglichen und durch hohe Klippen eingefassten Gebiet (Kalawao) etwa 600 Leprakranke von der Gesellschaft ausgestoßen und ohne jede medizinische Betreuung lebten. Durch sein Wirken unter den Kranken erlangte Pater Damian große Bekanntheit und Verehrung als „Apostel der Leprakranken“. Schließlich infizierte er sich mit der damals tödlichen Krankheit. 1885 wurde sie von Eduard Arning diagnostiziert, vier Jahre später starb Pater Damian. Seine sterblichen Überreste wurden 1936 auf der Mercator[1] nach Belgien überführt und in der Krypta der Klosterkirche St. Antonius[2] am Pater-Damiaansplein in Löwen beigesetzt, die heute zu einer Stätte der Verehrung geworden ist. Das Pater Damiaancentrum, ein Dokumentations- und Begegnungszentrum, befindet sich ebenda Sint-Antoniusberg 5.

Am 4. Juni 1995 wurde Pater Damian von Papst Johannes Paul II. selig- und am 11. Oktober 2009 von Benedikt XVI. im Petersdom heiliggesprochen.[3]

Pater Damian ist der Schutzpatron der Leprakranken. Dieses Patronat wurde in den 1980ern von Aids-Selbsthilfeeinrichtungen inoffiziell übernommen, da Infizierte und Erkrankte teilweise ebenso wie Aussätzige behandelt wurden. Mehrere Damien Centers und Damien Ministries weltweit widmen sich der Betreuung HIV-positiver und an Aids erkrankter Menschen.[4][5][6] In der episkopalen Kirche St. Thomas the Apostle in Hollywood ist ihm die einzige dem Andenken an den Folgen von Aids verstorbenen Menschen gewidmete Kapelle geweiht.[7]

Gedenken

1938 wurde mit The Great Heart ein US-amerikanischer Kurzfilm gedreht, der das Wirken von Pater Damian nacherzählt. Der Film gewann 1939 einen Oscar als bester Kurzfilm.

Die „Fondation Damien“ besteht seit 1964. Diese belgische Organisation bekämpft Lepra und Tuberkulose in 16 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Außerdem finanziert sie die wissenschaftliche Erforschung dieser Krankheiten. Mehr als die Hälfte des Finanzaufwandes werden durch Spenden der belgischen Bevölkerung getragen. Hierzu organisiert die Stiftung alljährlich am letzten Januar-Wochenende eine Spendenkampagne.

Am 12. Dezember 1989 wurde der Asteroid (4226) Damiaan nach ihm benannt.[8]

Am 1. Dezember 2005 wurde Pater Damian von einem breiten Publikum in Flandern zum größten Belgier aller Zeiten gewählt.

Zur Heiligsprechung am 11. Oktober 2009[3] gab Belgien eine Gedenkmünze zu 20 Euro mit Pater Damians Bildnis heraus. In Belgien erschienen am 25. Januar 1964 eine Briefmarkensonderausgabe mit dem Porträt des hl. Damian de Veuster zum Kampf gegen den Aussatz. Sowohl auf Hawaii als auch in Belgien erinnern zahlreiche Denkmale an Damian de Veuster.

Siehe auch

  • Damien-Dutton Award

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Bautz: Damian De Veuster. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 1201–1203.
  • Gavan Daws: Damian De Veuster. Den Aussätzigen ein Aussätziger geworden. Mit einem Nachwort von Christian Feldmann. Herder Freiburg-Basel-Wien 1988
  • Wilhelm Hünermann: Priester der Verbannten, Verlag der Buchgemeinde Bonn, 1937; später Neuauflagen im Tyrolia-Verlag, ISBN 978-3-7022-1259-9

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Damian de Veuster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur von und über Damian de Veuster im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Eintrag zu Damian de Veuster auf ORDEN online
  • Deutsche Homepage der Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens
  • Biographie mit zahlreichen Bildern
  • Bilder vom Damiansfest am 4. Oktober 2009

Einzelnachweise

  1. Mercator. Abgerufen am 17. Juni 2017 (niederländisch).
  2. Seite zur Sint-Antonius Kerk, Löwen
  3. a b Predigt des Papstes zur Heiligsprechung (italienisch)
  4. Damien Center, Indianapolis, Indiana (Memento vom 8. Juni 2010 im Internet Archive)
  5. Damien Center, Schenectady, New York (Memento vom 13. Januar 2009 im Internet Archive)
  6. Damien Center, Albany, New York
  7. St Thomas Holywood – Parish – Damien Chapel (Memento vom 4. Dezember 2008 im Internet Archive)
  8. Minor Planet Circ. 15576

 


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