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Habakuk

 

HabakukHabakuk
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Zwölfprophetenbuch des Tanach
Kleine Propheten des Alten Testaments
  • Hosea
  • Joel
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  • Jona
  • Micha
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  • Habakuk
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  • Sacharja
  • Maleachi
Namen nach dem ÖVBE
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Prophet Habakuk (15.Jhdt.) in Leogang (Salzburg)

Habakuk (hebräisch חבקוק) heißt ein Prophet im Tanach (Ambakoum in der Septuaginta und der Vulgata) und die ihm zugeschriebene Schrift, die zum Zwölfprophetenbuch gehört. Danach war er ein Gerichtsprophet; Personendaten sind nicht überliefert. Sein Wirken wird aufgrund sprachlicher und inhaltlicher Indizien auf etwa 630 v. Chr. datiert.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Name
  • 2 Zeitgeschichtlicher Kontext
  • 3 Inhalt
  • 4 Rezeption
  • 5 Siehe auch
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks
  • 8 Einzelnachweise

Name

Die Bedeutung des Namens ist unsicher, möglicherweise stammt er aus dem Akkadischen, ḫabbaqūqu bzw. ḫambaqūqu bezeichnet dort eine nicht näher bestimmbare Pflanzenart. Verwandt dürfte auch das Arabische ḥabaq (Basilikum) sein. Eher unwahrscheinlich ist die Bedeutung „der Umarmer“ und eine Ableitung von der hebräischen Wurzel ḥbq (umarmen).

Zeitgeschichtlicher Kontext

Nach HabEU beklagte Habakuk Gewalt und Unrecht in seiner Gegenwart und kündigte die Eroberungsfeldzüge der Chaldäer (Neubabylonier) als Strafgericht JHWHs darüber an. Ob Hab 2,20 EU den Jerusalemer Tempel meint, ist ungewiss. Die folgenden Weherufe (Kapitel 2) und ihre Bilder können daher sowohl auf die Situation in Judäa vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (586 v. Chr.) als auch auf die Gewalt der Fremdherrscher danach bezogen werden. Meist wird Habakuks Auftreten in die Regierungszeit der letzten Könige Judäas Josia und Jojakim datiert. Dann war Habakuk ein Zeitgenosse Jeremias.

Inhalt

Das Buch hat drei Teile:

  • Klage des Propheten an Gott über Gewalt und Unrecht und die Ankündigung des Strafgerichts an seine Hörer (Kapitel 1)
  • Weherufe (Leichenklage) gegen die Gewaltherrscher, ihre Raff- und Machtgier und schrankenlose Gewalt an Mensch und Natur (Kapitel 2)
  • ein Buß-Psalm (Kapitel 3) mit Anweisung zu dessen Vortrag. Falls dieser authentisch ist, könnte Hahakuk ein levitischer Sänger im Umfeld des Jerusalemer Tempelkults gewesen sein.

Die Erzählung hat die Form eines Dialogs zwischen Habakuk und Gott.

  1. Erstes Zwiegespräch mit Gott: Warum wird das gottlose Juda nicht bestraft? – Das Gericht kommt. (Hab 1,2–11 EU)
  2. Zweites Zwiegespräch mit Gott: Warum verschlingt der Gottlose den, der gerechter ist als er? – Warte und glaube. (Hab 1,12-17 EU; 2,1-5 EU)
  3. Weherufe über Habsüchtige, Ausbeuter, Gewalttätige und „Götzendiener“ (Hab 2,6–20 EU)
  4. Psalm Habakuks (Hab 3,1–19 EU)

Rezeption

Hab 2,4 EU wird im Neuen Testament (NT) in Röm 1,17 EU, Gal 3,11 EU und Heb 10,38 EU als locus classicus für die Rechtfertigungslehre des Paulinismus angeführt:

„Siehe, der Aufgeblasene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm; aber der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.

Der römisch-katholische Gedenktag des Habakuk ist der 2. Dezember oder 15. Januar, armenisch der 3. Dezember, koptisch der 19. Mai.

Siehe auch

  • Habakuk-Pescher
  • Habakuk und der Engel (Bernini)
  • Prophetie im Tanach
  • Liste biblischer Propheten

Literatur

  • Eckart Otto: Habakuk/Habakukbuch. In: Theologische Realenzyklopädie 14 (1985), S. 300–306 (Einführung mit Forschungsliteratur)
  • Felix Ernst Peiser: Der Prophet Habakuk. Eine Untersuchung zur Kritik des Alten Testaments. Peiser, Berlin 1903. (=Mitteilungen der Vorderasiatisch-Ägyptischen Gesellschaft, 1903, 1, 8.)

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Habakuk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Jonathan Robker: Habakuk. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff.
  • Habakuk online lesen
  • M. Rösel, Elektronische Bibelkunde: Habakuk

Einzelnachweise

  1. Jonathan Robker: Habakuk. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff.
  2. Erich Zenger (Hrsg.) Einleitung in das Alte Testament, 6. Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2006, S. 564f.
  3. Schlachter 1951.

 


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