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Heilige Agnes von Rom

 

Heilige_Agnes_von_RomAgnes von Rom
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Heilige Agnes, Mosaik in der Basilika Sant’Agnese fuori le mura in Rom
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Hl. Agnes mit Lamm und Märtyrerpalme (Bolzum, St. Josef)

Agnes von Rom (* um 237; † ca. 250 in Rom) wird in verschiedenen Konfessionen als Märtyrin, geweihte Jungfrau und Heilige verehrt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Das Leben der heiligen Agnes laut der Überlieferung
  • 2 Verehrung
  • 3 Bauernregeln
  • 4 Siehe auch
  • 5 Literatur
  • 6 Weblinks
  • 7 Einzelnachweise

Das Leben der heiligen Agnes laut der Überlieferung

Die hl. Agnes stammte aus einer römischen Adelsfamilie. Als der Sohn des Präfekten von Rom die zwölfjährige Agnes zur Frau nehmen wollte, bekannte sie, dass sie ihn niemals heiraten könne, da sie die Ehelosigkeit um Christi willen gelobt hatte. Daraufhin ließ man Agnes vor Gericht stellen. Doch auch die Drohungen des Richters vermochten nicht, sie von ihrem Gelübde abzubringen.

Da das römische Recht die Hinrichtung von Jungfrauen verbot, befahl man, Agnes vollständig zu entkleiden und anschließend zu vergewaltigen. Die Legenda aurea berichtet, dass daraufhin auf wundersame Weise ihr Haupthaar ihren gesamten Körper bedeckte, und der ganze Platz in weißem Licht erstrahlt sei. Bei dem Versuch, sie zu vergewaltigen, wurde der Sohn des Präfekten von einem Dämon heimgesucht und starb. Agnes habe ihn aber durch ihr Gebet ins Leben zurückgerufen, worauf sie als Zauberin oder Hexe bezeichnet wurde. Als man Agnes daraufhin auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollte, sei selbst das Feuer vor ihr zurückgewichen.

Schließlich enthauptete sie ein römischer Soldat mit dem Schwert in der Art, wie man Lämmer tötet. Daher erscheint in Brauchtum und Ikonographie die heilige Agnes oft in Verbindung mit einem Lamm (lat. agnus).

Verehrung

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Innenansicht der Kirche Sant’Agnese fuori le mura

Die Reliquien der heiligen Agnes befinden sich in der Kirche Sant’Agnese fuori le mura (Sankt Agnes vor den Mauern) an der Via Nomentana in Rom. Der Bau der ursprünglichen Kirche S. Agnese ist mit dem Mausoleum Santa Costanza verbunden. Nachdem er jedoch verfallen war, ließ Papst Honorius 625 bis 630 unmittelbar daneben eine kleine Basilika errichten, die ebenfalls der Heiligen geweiht wurde. Die römische Kirche Sant’Agnese in Agone an der Piazza Navona steht der Überlieferung nach an der Stelle, an der Agnes das Martyrium erlitt. Das genaue Todesjahr der heiligen Agnes ist unbekannt.

Der Gedenktag der Heiligen ist in der katholischen, der orthodoxen, der anglikanischen und der amerikanischen lutherischen Kirche der 21. Januar. In der katholischen Kirche wird die heilige Agnes als Schutzpatronin der Jungfrauen und der jungen Mädchen, der Verlobten und der Keuschheit angerufen. Die Heilige ist eine von mehreren Jungfrauen und Märtyrinnen, deren Namen im ersten Hochgebet genannt werden. Aus den Schriften des Kirchenvaters Ambrosius († 397) geht die große Verehrung und Wertschätzung hervor, welche die Heilige bereits zu seinen Lebzeiten genoss.

Am Gedenktag der heiligen Agnes segnet der Papst die Agneslämmer. Mit der Wolle dieser Lämmer werden die Pallien hergestellt, die am Hochfest Peter und Paul den im vergangenen Jahr ernannten Erzbischöfen überreicht werden. Dem Brauchtum zufolge sollen ab Sankt Agnes keine Neujahrswünsche mehr versendet werden.

Nach der der Heiligen geweihten Kirche St. Agnes in Köln wurde auch das Agnesviertel genannt.

Bauernregeln

Für den Gedenktag der Heiligen gelten zahlreiche Bauernregeln (Wetterregeln):

  • Wenn Agnes und Vincentus (→ 22. Januar) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
  • Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.
  • Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.
  • Scheint zu Agnes die Sonne, wird später die Ernte zur Wonne.
  • Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.

Siehe auch

  • Sant’Agnese in Agone
  • Agnetenkloster

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Bautz: Agnes. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 56.

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Agnes von Rom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Artikel im Ökumenischen Heiligenlexikon

Einzelnachweise

  1. Der lateinische Genitiv lautet (Sanctae) Agnetis; daher die verbreitete Namensform St. Agneten für alte Agneskirchen und -klöster.
  2. http://www.erzabtei-beuron.de/schott/register/proprium.alph/schott_anz/index.html?file=proprium/Januar21_1.htm
  3. Ambrosius von Mailand Über die Jungfrauen drei Bücher, Kap. 2, Abs. 5-9).
  4. Kath.net: Benedikt XVI. segnete zwei Lämmer 21. Januar 2007

 


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