pwjfb
 
 
 Sie sind hier: Erzbistum Köln    >    Internationale Katholische Seelsorge    > Datenbankabfrage  
 
 

Hermann Joseph von Steinfeld

 

Hermann_Joseph_von_SteinfeldHermann Joseph von Steinfeld
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bild anzeigen
Sarkophag des heiligen Hermann Joseph in der Basilika des Klosters Steinfeld
Bild anzeigen
Anthonis van Dyck, Vision des seligen Hermann Joseph, 1630
Bild anzeigen
Madonna des Hermann Joseph in St. Maria im Kapitol, Köln, mit Äpfeln

Der Mystiker Hermann Joseph von Steinfeld (* um 1150 in Köln; † 7. April 1241 oder 1252 im Kloster Hoven bei Zülpich) ist ein katholischer Heiliger aus dem Prämonstratenser-Orden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben
  • 2 Werke (Auswahl)
  • 3 Verehrung
  • 4 Sonstiges
  • 5 Quellen und Literatur
    • 5.1 Quellen
    • 5.2 Literatur
  • 6 Weblinks

Leben

Als Sohn einer armen Kölner Familie wurde Hermann Joseph mit zwölf Jahren Prämonstratenser-Chorherr im Kloster Steinfeld (Kall). Nach seiner Ausbildung in Mariengaarde (dt. Mariengarten) bei Hallum (Ferwerderadiel) kehrte er nach Steinfeld zurück und wurde zum Priester geweiht. Danach war er in Steinfeld und Umgebung als Seelsorger tätig und wurde Küster des Klosters.

Er wurde vor allem durch seine mystische Vermählung mit der Gottesmutter Maria bekannt, was ihm den Beinamen Joseph einbrachte. Schon vor seiner Aufnahme als Chorherr soll er dem Standbild der Gottesmutter in der Kirche St. Maria im Kapitol in Köln Äpfel als Geschenk gebracht haben. Er wird seither auch als „Apfelheiliger“ bezeichnet. Traditionell werden auch heute noch frische Äpfel auf sein Grabmal in der Basilika in Steinfeld gelegt.

Er starb bei einem Seelsorgsgang im Schwesternkloster Hoven bei Zülpich.

Die wichtigste Quelle über das Leben des heiligen Hermann Joseph ist eine Vita, die ein Steinfelder Mitbruder, wahrscheinlich der damalige Prior, kurz nach dem Tod des Heiligen in lateinischer Sprache verfasste.

Werke (Auswahl)

Einige Hymnen werden dem Heiligen zugeschrieben:

  • „Jesu dulcis et decore“ (Hymnus auf Jesus Christus)
  • „Gaude, plaude, clara Rosa“ (Großer Muttergottes-Hymnus)
  • „O vernantes Christi Rosae“ (Hymnus auf die Gefährtinnen der heiligen Ursula von Köln)

Folgende Schriften des Heiligen Hermann Josephs sind verloren:

  • Kommentar zum Hohenlied Salomos.
  • Vita der Nonne Elisabeth, Zisterzienserin im Schwesternkloster Hoven bei Zülpich.

Verehrung

Schon seit langem als Heiliger verehrt, wurde seine Heiligsprechung bereits 1626 von Erzbischof Ferdinand von Köln und Kaiser Ferdinand II. beantragt, aber offiziell wurde Hermann Joseph der Heiligenstatus erst am 11. August 1958 von Papst Pius XII. zuerkannt (öffentliche Bekanntgabe 1960).

Hermann Josephs Grabstätte im Kloster Steinfeld ist heute eine bekannte Wallfahrtsstätte. Er gilt als Patron der Uhrmacher (wegen seines entsprechenden handwerklichen Geschicks), der Mütter und der Kinder.

Auf dem Kölner Waidmarkt steht der von Wilhelm Albermann gestaltete Hermann-Josef-Brunnen. Der junge Joseph reicht hier dem Jesuskind im Arm von Maria einen Apfel an.

Sonstiges

  • Attribute: Kelch mit drei Rosen tragend.
  • Namenstag: 21. Mai
  • Der im Kloster Steinfeld erzogene Komponist Bernd Alois Zimmermann widmete dem Heiligen sein Requiem für einen jungen Dichter (1967–69).

Quellen und Literatur

Quellen

  • Johannes Chrysostomus van der Sterre: Lilium inter spinas. Vita B. Josephi Presbyteri et Canonici Steinfeldensis Ordinis Premonstratensis. Antwerpen 1627.
  • De B. Hermanno Iosepho, Ord. Praemonstrat. Steinfeldiae in Germania. In: Acta Sanctorum. Aprilis. Collecta, digesta, illustrata, a Godefrido Henschenio et Daniele Papebrochio e Societate Iesu. Tomus I quo priores X dies continentur. Antwerpen 1675, S. 682 ff.
  • Leben und Wunderwerck des Heiligen Hermanni Josephi Priesteren und Chorherren des Canonischen Praemonstratenser Ordens in der Abtey Steinfeld/Cöllnischer Dioeces. Köln 1748 (Deutsche Übersetzung der Vita).

Literatur

  • Michael Bangert: Heiliger Hermann Joseph. In: Lexikon der Heiligen und der Heiligenverehrung. Lexikon für Theologie und Kirche kompakt. Band 1, Personenteil A – H. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2003, ISBN 3-451-28191-0, Sp. 658 f.
  • Friedrich Wilhelm Bautz: Hermann Joseph von Steinfeld. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Bautz, Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8, Sp. 755–756.
  • Joseph Brosch: Hermann Joseph. Der Heilige von der Muttergottes. Zweite Auflage. Salvator-Verlag, Steinfeld 1951.
  • W. Deinhardt: Hermann Joseph. In: Michael Buchberger (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. Zweite, neubearbeitete Auflage des kirchlichen Handlexikons. Vierter Band (Filippini bis Heviter). Herder, Freiburg im Breisgau 1932.
  • Kurt Huber: Hermann Joseph von Steinfeld. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 651 f. (Digitalisat).
  • Karl Koch, Eduard Hegel: Die Vita des Prämonstratensers Hermann Joseph von Steinfeld. Ein Beitrag zur Hagiographie und Frömmigkeitsgeschichte des Hochmittelalters (= Eduard Hegel : Colonia Sacra. Studien und Forschungen zur Geschichte der Kirche im Erzbistum Köln. Band 3). Pick Verlag, Köln 1958.
  • Bernward Meisterjahn: Der heilige Hermann Josef von Steinfeld. Verlag Schnell & Steiner, München/Zürich 1987.
  • Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf. Pattloch-Verlag, 1992. Augsburg: Weltbild-Verlag. S. 240 f.
  • Heinrich Schmidt: Steinfeld. Die ehemalige Prämonstratenser Abtei. Ratingen 1951.
  • Andachtsübung zur Ehre des Heiligen Hermann Josephs, Priesters des Prämonstratenser-Ordens in der Abtei Steinfeld. Stahl, Düsseldorf 1816 (Digitalisat).

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Hermann Joseph von Steinfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur von und über Hermann Joseph von Steinfeld im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Website der Gemeinschaft der Gemeinden hl. Hermann Josef Steinfeld

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

zurück

 

 
Regelmäßige Termine der IKSEBK
 
Oktober 2018
MoDiMiDoFrSaSo
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31

 

November 2018
MoDiMiDoFrSaSo
   1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30
  Kalender 2015
 
  • Gottesdiensttermine Bergisches Land
  • Gottesdiensttermine Bonn
  • Gottesdiensttermine Düsseldorf
  • Gottesdiensttermine Köln
  •  
    Unsere Seelsorger
     

     
     
     
     
     
    Seitenanfang | | Imprint
     
     
     
     
     
     

     

     


     

     

     

    Impressum

    Datenschutz

    Erzbistum Köln, Internationale katholische Seelsorge

    Bischofsvikar Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp

    Marzellenstraße 32
    50668 Köln

    Tel.: 0221-1642-1278
    Fax: 0221-1642-1765

    E-Mail

    Links zu interessanten Websites
    Erzbistum Köln
    Kölner Dom
    Deutsche Bischofskonferenz
    Vatikan