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Paulinus II. von Aquileia

 

Paulinus_II._von_AquileiaPaulinus II. von Aquileia
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Paulinus II. von Aquileia (italienisch Paolino d’Aquileia; * zwischen 730 und 740 in Premariacco bei Cividale del Friuli; † 11. Januar 802 in Cividale del Friuli) war Patriarch von Aquileia. Als Theologe, Grammatiker und Dichter spielte er eine wichtige Rolle in der Karolingischen Renaissance, die vom Hof von Karl dem Großen ausging. Paulinus wurde nach seinem Tod heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 11. Januar.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben
  • 2 Werke
  • 3 Anmerkungen
  • 4 Literatur
  • 5 Weblinks

Leben

Paulinus wurde zwischen 730 und 740 in Premariacco im Friaul in eine wohlhabende Familie geboren. Er erhielt eine Ausbildung in Cividale del Friuli, das Aquileia als Sitz des Patriarchen abgelöst hatte. Nachdem Paulinus zum Priester geweiht wurde, übernahm er die Leitung einer Schule in Cividale. Er erlangte ein breites Wissen in lateinischer Literatur, Theologie und Rechtswissenschaften. Durch seine wissenschaftlichen Erkenntnisse erlangte er die Gunst von Karl dem Großen, der ihn 776 als königlichen Gelehrten an seinen Hof in Aachen rief.

Am königlichen Hof freundete sich Paulinus mit den führenden Gelehrten der damaligen Zeit an wie Alkuin, Arn von Salzburg, Paulus Diaconus und Theodulf von Orléans. Karls Hofschule war ein Zentrum von Bildung und Kultur, dessen Einfluss im ganzen Fränkischen Reich zu spüren war.

Paulinus’ Untergebenheit belohnte Karl, indem er ihn 776 zum Patriarchen von Aquileia erhob. In seinem Amt als Patriarch nahm er 792 an dem Konzil von Regensburg und 794 an der Synode von Frankfurt teil, in denen der Adoptianismus als Häresie verurteilt wurde. Paulinus veröffentlichte einige Schriften, in denen er den Adoptianismus ebenfalls verurteilte.

Auf seinem Rückweg von Frankfurt nach Aquileia traf Paulinus in Cividale auf König Pippin von Italien und unterstützte diesen bei seinem Kampf gegen die Awaren und deren Christianisierung.

798 sandte Karl der Große Paulinus zusammen mit Arn von Salzburg und zehn anderen Bischöfen als Königsboten (Missi Dominici) nach Pistoia und später als königlichen Gesandten zum Papst.

Paulinus starb 802 in Cividale. Kurz nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen.

Werke

Zu Paulinus’ Werken zählen:

  • Libellus Sacrosyllabus contra Elipandum
  • Libri III contra Felicem
  • Carmen de regula fidei
  • Versus de Lazaro
  • Felix per omnes festum mundi cardines[1]

Anmerkungen

  1. Liber hymnarius. Solesmes, 1983, S. 390.

Literatur

  • Franz Krones: Paulinus, der Heilige, Patriarch von Aquileja. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 277–279.
  • Axel Müßigbrod: PAULINUS V. AQUILEJA. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 7, Bautz, Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4, Sp. 25–27.
  • Rudolf Schieffer: Paulinus (hl.). In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 125 f. (Digitalisat).
  • Reinhard Härtel: Paulinus II., Patriarch von Aquileia (um 787–802) (vor 750–802). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 6, Artemis & Winkler, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 1814 f.
  • Rudolf Schiefer: Paulinus, Patriarch von Aquileia. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 7. Herder, Freiburg im Breisgau 1998, Sp. 1489–1490.
  • Aluigi Cossio: St. Paulinus II, Patriarch of Aquileia. In: Catholic Encyclopedia, Band 11, Robert Appleton Company, New York 1911.

Weblinks

  • Biografie von Paulinus von Aquileia (englisch)
  • Paulinus patriarcha Aquileiensis im Repertorium „Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters“
VorgängerAmtNachfolger
SigualdPatriarch von Aquileia
776–802
Ursus I.

 


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