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Pietro Orseolo

 

Pietro_OrseoloPietro Orseolo
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San Pietro Orseolo

Pietro Orseolo (lat. Petrus Urseolus; * 928 in Rivo Alto bei Udine; † 10. Januar 987 in Cuxa bei Perpignan, Frankreich) war 976 bis 978 Doge von Venedig, und ist ein Heiliger der Katholischen Kirche.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Familie
  • 2 Leben
  • 3 Verehrung als Heiliger
    • 3.1 Darstellung
  • 4 Literatur
  • 5 Widmungen
  • 6 Weblinks

Familie

Pietro Orseolo entstammte einer im 10. und 11. Jahrhundert sehr einflussreichen Adelsfamilie. Er heiratete 946 die venezianische Adlige Felicitas Malipiero. Dieser Verbindung entstammte Pietro II. Orseolo, der später wie sein Vater zum Oberhaupt der Markus-Republik gewählt wurde.

Leben

Am 11. August 976 stürzte eine Gruppe von Verschwörern den Dogen Pietro IV. Candiano und tötete ihn. Während dieses Aufstands legten die Verschwörer Feuer am Palast Candianos, das sich dann unkontrolliert ausbreitete und auch die Kirchen San Marco, San Teodoro und Santa Maria di Zobenigo sowie über 300 Wohnhäuser zerstörte. Am folgenden Tag wurde Pietro Orseolo in der Kirche San Pietro di Castello zum Dogen gewählt.

Der Tradition nach hat sich Orseolo aktiv am Sturz seines Vorgängers beteiligt. Seinen wenige Jahre später erfolgten Rückzug aus der Politik und vom weltlichen Leben überhaupt wertete Petrus Damianus in seiner Vita et acta sanctissimi patris et partriarchae Romualdi, fundatoris Camaldulensium als Sühne.

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Pala d'oro

Während seiner kurzen Amtszeit als Doge trat Orseolo vor allem als Stifter in Erscheinung. Den Wiederaufbau des Dogen-Palastes und die ersten Arbeiten am Neubau der Kirche von San Marco ließ er hauptsächlich auf eigene Kosten durchführen. Die goldene Altartafel (Pala d’oro) wurde von ihm gestiftet. Er hatte das mit Saphiren, Smaragden, Rubinen und Emailleintarsien geschmückte Kunstwerk in Konstantinopel in Auftrag gegeben. Tausend Pfund in Gold soll Orseolo an die Opfer des Brandes von 976 verteilt haben, und noch einmal die gleiche Summe stiftete er für die Armen.

In der Außenpolitik der Republik setzte er keine neuen Akzente. Er hielt die guten Beziehungen zum Byzantinischen Reich aufrecht und erneuerte den Schutzvertrag mit Capodistria in Istrien.

Um die Republik nicht weiter der Rache der Familie Candiano auszusetzen, entschloss er sich, Venedig für immer zu verlassen und in ein Kloster einzutreten. So sollte das Amt des Dogen für einen Mann frei werden, der keiner der verfeindeten politischen Blöcke in der Lagunenstadt angehörte. In der Nacht vom 1. auf den 2. September 978 reiste er heimlich ab und begab sich in die Benediktinerabtei von Cuxa in der Roussillon am Fuß der Pyrenäen. In diesem Kloster soll er ein beispielhaftes monastisches Leben geführt haben, wobei der hl. Romuald einige Zeit sein spiritueller Begleiter gewesen ist.

Verehrung als Heiliger

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Reliquien in der Schatzkammer des Markusdoms

Bereits im 11. Jahrhundert wurde Pietro Orseolo als Heiliger verehrt. Offiziell wurde die Verehrung erst 1731 durch Papst Clemens XII. gestattet. Gedenktag des Heiligen ist der 10. Januar.

Darstellung

Der hl. Pietro Orseolo wird entweder als Mönch oder im Gewand des Dogen abgebildet.

In der Werkstatt Giovanni Bellinis entstand um 1490 ein Bild, das Pietro Orseolo und seine Gemahlin Felicita Malipiero als Betende darstellt. Es befindet sich im Besitz des Museo Correr in Venedig.

Literatur

  • Guido Grandi: Vita del glorioso prencipe S. Pietro Orseolo doge di Venezia indi monaco ed eremita santissimo. Venezia 1733.
  • François Font: Le Bénédictin du Roussillon, notice sur saint Pierre Urseolo, doge de Venise, roi de Dalmatie et de Croatie, et religieux du couvent de Saint-Michel de Cuxa, suivie d'un opuscule relatif à cette abbaye. Perpignan 1863.
  • H. Tolra: Saint Pierre Orséolo, Doge de Venise, puis Bénédictin du monastère de Saint-Michel de Cuxa en Roussillon. Paris 1897.
  • Bernhard Schmid: Der heilige Peter Orseolo, Doge von Venedig und Benedictiner in Cuxa 928–987. Brünn 1901.
  • Gherardo Ortalli: Petrus I. Orseoli und seine Zeit. Anmerkungen zur Geschichte der Beziehungen zwischen Venedig und dem ottonischen Reich. Sigmaringen 1990.
  • Gherardo Ortalli: Gesta vel obitus Domni Petri ducis Venecie atque Dalmacie, Rom 2016.

Widmungen

  • Oreste Ravanello: Messa in onore di S. Pietro Orseolo. A tre voci virili con accompagnamento d'organo. Torino 1898 (Partitur einer missa brevis zu Ehren des Heiligen)

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Pietro Orseolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Italienische Biographie, Autor: Fabio Arduino
  • Eintrag in New Advent. Catholic Encyclopedia.
VorgängerAmtNachfolger
Pietro IV. CandianoDoge von Venedig
976–978
Vitale Candiano

 


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