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Kölner Dom

 

Kölner_DomKölner Dom
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Kölner Dom
UNESCO-Welterbe Bild anzeigen

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Staatsgebiet: DeutschlandBild anzeigen Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: (i)(ii)(iv)
Referenz-Nr.: 292
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1996  (Sitzung 20)
Erweiterung: 2008
Rote Liste: 2004–2006
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Ansicht der Westfassade, am Nordturm Arbeitsgerüst mit Steinschlagschutz (2013)
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Ostansicht des Kölner Domes mit Hohenzollernbrücke bei Anbruch der Dunkelheit
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Dom, Hauptbahnhof und Hohenzollernbrücke von Nordosten

Der Kölner Dom (offiziell: Hohe Domkirche Sankt Petrus) ist eine römisch-katholische Kirche in Köln unter dem Patrozinium des Apostels Petrus.[1] Er ist die Kathedrale des Erzbistums Köln sowie Metropolitan­kirche der Kirchenprovinz Köln.

Der Kölner Dom ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil. Sein Bau wurde 1248 begonnen und erst 1880 vollendet. Einige Kunsthistoriker haben den Dom wegen seiner einheitlichen und ausgewogenen Bauform als „vollkommene Kathedrale“ bezeichnet.[2]

Ursprünglich als repräsentative Kathedrale der Kölner Erzbischöfe und monumentales Reliquiar[3] für die Gebeine der heiligen drei Könige geplant, galt der Dom bei seiner Vollendung im 19. Jahrhundert als nationales Denkmal. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der scheinbar unversehrte Dom inmitten der ausgebombten Stadt als „Wunder“[4] verstanden und zu einem emotionalen Symbol für den Lebenswillen.[5]

Heute gehört der Dom zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorgängerbauten
    • 1.1 Antike und frühmittelalterliche Architektur
    • 1.2 Alter Dom
  • 2 Baugeschichte des gotischen Domes
    • 2.1 Bau des Chores (1248–1322)
    • 2.2 Südliche Seitenschiffe als „Hallenkirche“ (1322–1388)
    • 2.3 Südwestturm als Teil der Westfassade (1360–1449)
    • 2.4 Grundfläche des Langhauses (um 1450–1528)
    • 2.5 Bauunterbrechung (1528–1823)
  • 3 Baugeschichte im 19. Jahrhundert
    • 3.1 Vollendung als nationale Aufgabe
    • 3.2 Der neugotische Dombau (1842–1880)
    • 3.3 Finanzierung der Domvollendung
  • 4 Der Dom seit der Vollendung
    • 4.1 Schäden des Zweiten Weltkriegs
    • 4.2 Die fortlaufende Renovierung
    • 4.3 Feierlichkeiten und Ereignisse
    • 4.4 Weltkulturerbe
    • 4.5 Päpste am Dom
  • 5 Das gotische Bausystem
    • 5.1 Wahl der gotischen Form
    • 5.2 Bauhandwerk und Planung
    • 5.3 Dombaupläne des Mittelalters
    • 5.4 Die vollkommene Kathedrale
    • 5.5 Die nachklassisch-hochgotische Westfassade
    • 5.6 Neugotische Vollendung
  • 6 Beschreibung
    • 6.1 Chor
    • 6.2 Hauptschiff
    • 6.3 Fenster
    • 6.4 Westfassade
    • 6.5 Südfassade
    • 6.6 Nordfassade
    • 6.7 Turmhelme
    • 6.8 Dach und Vierungsturm
      • 6.8.1 Dach und Dachstuhl
      • 6.8.2 Vierungsturm
    • 6.9 Skulpturen und Bauplastik
      • 6.9.1 Pfeilerskulpturen im Chorbereich
      • 6.9.2 Skulpturen des Petersportals
      • 6.9.3 Statue des Christophorus
      • 6.9.4 Pfeilerskulpturen im Langhaus
      • 6.9.5 Besondere Steinmetzarbeiten
  • 7 Ausstattung
    • 7.1 Dreikönigenschrein
    • 7.2 Gerokreuz
    • 7.3 Ausstattung des Chores
      • 7.3.1 Chorgestühl
      • 7.3.2 Chorschrankenmalerei
      • 7.3.3 Chorobergadenmalerei
      • 7.3.4 Fußbodenmosaik im Chor
    • 7.4 Altäre
      • 7.4.1 Hochaltar
      • 7.4.2 Clarenaltar
      • 7.4.3 Dreikönigsaltar
      • 7.4.4 Agilolphusaltar
    • 7.5 Ausstattung der Vierung
    • 7.6 Rubens-Teppiche
    • 7.7 Grabmale
    • 7.8 Beleuchtung
  • 8 Anbauten und Krypta
    • 8.1 Eingangsbauwerk (Turmbesichtigung)
    • 8.2 Domschatzkammer
    • 8.3 Krypta
  • 9 Orgeln
  • 10 Glocken
  • 11 Domuhr
  • 12 Verwaltung des Doms
  • 13 Ökologie des Doms
  • 14 Domumgebung
  • 15 Literarische Verarbeitung
    • 15.1 Domsage
    • 15.2 Heinrich Heine
  • 16 Besonderheiten
  • 17 Zahlen und Fakten
  • 18 Siehe auch
  • 19 Literatur/Medien
    • 19.1 Allgemeine Darstellungen
    • 19.2 Weiterführende Literatur und Medien
  • 20 Weblinks
  • 21 Einzelnachweise

Vorgängerbauten

Antike und frühmittelalterliche Architektur

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Frühchristliches Baptisterium östlich des Domchors (2015)

Unter dem Dom wurden Reste römischer Wohnhäuser des 1. bis 4. Jahrhunderts ausgegraben. Im späten 4. oder im 5. Jahrhundert entstand unter dem Chor des heutigen Domes ein 30 bis 40 m langer Apsiden­bau, der vielleicht schon eine erste Kirche war. Der Apsidenbau wurde noch im 5. oder frühen 6. Jahrhundert durch einen ähnlich großen Bau abgelöst. In diesen Bau wurden in den 530er-Jahren reiche fränkische Fürstengräber eingebracht, was auf eine kirchliche Nutzung hinweist. Darüber entstand in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts eine neue Kirche, die archäologisch durch ihre schlüssellochförmige Kanzel (Ambo) erkennbar ist. Diese Kirche bestand wohl bis um 800 und wuchs in Richtung Westen bis etwa zur Größe des nachfolgenden Alten Domes.

Außerdem befinden sich noch östlich des heutigen Domchores die Überreste eines aus dem 6. Jahrhundert stammenden Baptisteriums (ein von einer Kirche abgetrennter Taufraum). Es besitzt noch ein achtseitiges Taufbecken (Taufpiscina). Das Baptisterium selbst war erst rechteckig, wurde dann kreuzförmig erweitert, und war schließlich wieder rechteckig. Es war über zwei seitliche Gänge mit der Kirche verbunden. Das Baptisterium wurde wahrscheinlich im 9. Jahrhundert beim Bau des alten Domes abgerissen und durch einen im alten Dom aufgestellten Taufstein ersetzt.

Alter Dom

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Der alte, karolingische Dom, Nachzeichnung aus dem Hilliniuscodex der Kölner Dombibliothek nach Hasak, Dom, 1911

Der Alte Dom oder Hildebold-Dom ging dem heutigen Dom unmittelbar voraus. Er wurde am 27. September 873 geweiht. Zu dieser Zeit war Erzbischof Hildebold schon lange tot. Er mag für Teile des merowingischen Vorgängerdoms in seiner letzten Umbauphase noch als Bauherr und als Stifter fungiert haben, insbesondere für dessen Westteil mit dem St.-Galler-Ringatrium. Aber vielleicht gründete er auch selbst den Alten Dom, der nach den archäologischen Quellen ab 800 entstanden sein könnte.

Der Alte Dom hatte ein Langhaus, das an beiden Enden durch Querhäuser begrenzt wurde. Er war Vorbild für viele europäische Kirchen seiner Zeit und beherbergte schon das im 10. Jahrhundert entstandene Gerokreuz, das zweitälteste erhaltene Monumentalkruzifix Europas. Der Alte Dom sollte 1248 nach und nach abgerissen werden, um mit dem Bau des neuen gotischen Domes beginnen zu können. Dabei sollte erst nur der Ostchor mit Brand abgerissen werden, doch brannte fast der gesamte Dom ab. Seine Westteile wurden provisorisch wiederhergestellt, damit dort Messen gefeiert werden konnten. Noch im selben Jahr begann der Bau des heutigen Kölner Domes.

Baugeschichte des gotischen Domes

Bau des Chores (1248–1322)

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Konrad von Hochstaden mit dem Grundriss des Domes (Fußbodenmosaik im Domchor, Detail)

Der Kölner Erzbischof und Reichserzkanzler Rainald von Dassel brachte am 23. Juli 1164[6] von Mailand Gebeine nach Köln, die spätestens seit ihrer Überführung nach Köln als Reliquien der Heiligen Drei Könige angesehen und verehrt wurden. Ob dies davor in Mailand schon der Fall war, ist in der Forschung aufgrund des Umstandes strittig, dass die Mailänder das Fehlen der Reliquien erst nach der Etablierung der Kölner Dreikönigswallfahrt nachweisbar beklagten. Die Reliquien hatte ihm der Kaiser Friedrich I. aus dessen Kriegsbeute geschenkt. Sie führten viele Pilger in den alten Dom, so dass er zu klein wurde. Daher wurde um 1225 ein Neubau geplant. Den Grundstein legte am 15. August 1248 Erzbischof Konrad von Hochstaden. Die Baumaßnahmen verantwortete Dombaumeister Gerhard, dessen Entwurf für den Neubau in der langen Tradition des französischen Kathedralbaus steht. Gerhard war sicher der Chorbau der Kathedrale von Amiens persönlich bekannt. Wie in Amiens entwarf er für Köln einen Chor mit einem Kapellenkranz von sieben Kapellen, die allerdings in Köln alle gleich groß sind.[7] Als Baumaterial verwendete man vor allem Trachyt vom Drachenfels aus dem Siebengebirge.[8]

1265 war der Kapellenkranz bis in die Gewölbe fertiggestellt, 1277 weihte Albertus Magnus den Altar des fertiggestellten Kapitelsaals, der heute als Sakramentskapelle dient. Nachdem Köln 1288 infolge der Schlacht bei Worringen de facto freie Reichsstadt geworden war, blieb der Dom zwar noch der nominelle Sitz des Erzbischofs, jedoch war dieser in seiner Kathedrale nur relativ selten zugegen. Dies tat dem Baufortschritt zunächst keinen Abbruch, da Bauherr nicht der Erzbischof, sondern das Domkapitel war.

Zwischen 1304 und 1311 wurden die 17,15 Meter hohen Fenster des Oberchores eingesetzt; sie sind bis heute weitgehend erhalten und gelten als einer der größten erhaltenen Glasmalerei-Zyklen des Mittelalters. Der Chor wurde am 27. September 1322 geweiht, zugleich wurden die Reliquien der Heiligen Drei Könige dorthin überführt. Auch die Gebeine der im alten Hildebold-Dom beigesetzten Erzbischöfe Gero, Reinald von Dassel, Philipp von Heinsberg, Engelbert I. und Konrad von Hochstaden wurden in den neuen Chor übertragen. 1333 besuchte Francesco Petrarca den Domchor und lobte seine Schönheit.

Südliche Seitenschiffe als „Hallenkirche“ (1322–1388)

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Provisorisches Dach: Bauabschnitt zwischen Chor und Südturm (Grafik von 1843)

Nach der Chorweihe begann die Arbeit am Querhaus, von dem aber nur Ansätze der Portale gebaut werden konnten. Die Baustelle führten seit 1308 Johannes (bis 1331) und Rutger (bis 1333), die beiden Söhne des hochangesehenen Dombaumeisters Arnold. Sie konzentrierten sich darauf, die südlichen Seitenschiffe des Langhauses so zu errichten, dass sie als eine zweischiffige Halle übergangsweise als Gemeindekirche genutzt werden konnten. Wahrscheinlich wurde auch erst in dieser Zeit die Entscheidung getroffen, das Langhaus des Doms fünfschiffig zu bauen (und nicht mit drei Schiffen, wie sie beispielsweise die Kathedrale von Amiens aufweist.)[9] Die Arbeiten wurden bis um 1353 von Dombaumeister Bartholomäus von Hamm fortgeführt. Der immerhin sechsjochige Kirchenraum wurde bis Ende des 14. Jahrhunderts bis zu einer Höhe von etwa 13,50 Meter hochgezogen und mit einem provisorischen Dach gedeckt, das von Südturm bis zur östlichen Wand des Querhauses reichte.[10] Zum noch nicht vorhandenen Mittelschiff wurde der Raum zwischen den Pfeilern mit einer Wand verschlossen, für die die Erzbischöfe Friedrich von Saarwerden und Dietrich von Moers fünf farbige Glasfenster stifteten, die jedoch verloren sind.[11] Spätestens 1388 muss dieser Bau so nutzbar gewesen sein, dass er für eine Messfeier anlässlich der Gründung der Kölner Universität dienen konnte.[12]

Südwestturm als Teil der Westfassade (1360–1449)

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Bauherr der Westfassade: Friedrich III. von Saarwerden
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Nach Fassadenriss F: Südturm und Petersportal

Mitte des 14. Jahrhunderts unternahm Erzbischof Wilhelm von Gennep eine neue Initiative, um für den Dom eine Westfassade zu schaffen. Das Fundament für den Südwestturm wurde gegen 1360 gelegt[13] und für die Fassade lag eine erste Planung vor, die wahrscheinlich von Peter Parler gezeichnet wurde.[14] Wegen des Todes des Erzbischofs verzögerten sich die Bauarbeiten dann allerdings und wurden erst nach 1370 mit neuem Elan aufgegriffen, als Friedrich III. von Saarwerden die Baumaßnahmen als Ausdruck seines erzbischöflichen Einflusses gestaltet sehen wollte. Dazu ließ er eine neue, architektonisch konservative, aber besonders imposante Westfassade planen, die auf dem berühmten Fassadenriss F abgebildet ist.[15] Die Planung und die Arbeiten leitete der Dombaumeister Michael von Savoyen, der von 1353 bis 1390 in Köln nachweisbar ist.[16]

Das erste Geschoss des Südturmes wurde zusammen mit dem Petersportal bis Ende des 14. Jahrhunderts fertig gestellt. Um 1375 entstand der Figurenschmuck des Petersportals, das in seinen Archivoltenfiguren Einflüsse der Bildhauerfamilie der Parler zeigt, mit der Michael von Savoyen verwandt war.[17] Erzbischof Friedrich konnte 1401 die Funktion des Domes als Krönungskathedrale hervorheben, in dem er Ruprecht von der Pfalz zum Deutschen König krönte, der dazu feierlich durch das Südschiff in den Bau einziehen konnte.[18]

Ab 1395 war Andreas von Everdingen Dombaumeister († vor 1412). 1410 erreichte der Südturm das zweite Geschoss; bald darauf wurde am benachbarten Hochgericht in einem hölzernen Glockenstuhl die erste Kirchenglocke aufgehängt (die Dreikönigen- oder Blutglocke von 1418). Als Dombaumeister folgte Nikolaus van Bueren (1380–1445), in dessen Zeit 1437 die Glocken in den Südturm eingehängt werden konnten (Turmhöhe damals 59 Meter).[19] 1448/49 wurden die Großglocken Pretiosa (11.500 kg) und Speciosa (5.200 kg) gegossen und im Südturm in einer Höhe von 57 Metern aufgehängt. Die Arbeiten am Südturm wurden danach weitgehend eingestellt.[20]

Grundfläche des Langhauses (um 1450–1528)

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts konzentrierten sich die Bauarbeiten darauf, die gesamte Grundfläche des Domes nutzbar zu machen. Die Bauarbeiten leiteten die Dombaumeister Nikolaus van Bueren (1425–1445) und Konrad Kuene van der Hallen (1445–1469). Beim Bau der nördlichen Seitenschiffe des Langhauses wiederholten sie dabei getreulich die Architekturformen aus den südlichen Seitenschiffen. Um die Jahrhundertwende wurden alle Schiffe des Langhauses und des Querhausers mit provisorischen Dächern versehen, so dass die gesamte Grundfläche des Domes nutzbar wurde. In den Jahren 1507 bis 1509 wurden die Glasgemälde in die Langhaus-Nordwand eingesetzt.[21] Um 1500 wurde der Grundstein für den Nordturm gelegt, was vermutlich der letzte bekannte Dombaumeister Johann Kuene van Franckenberg (1469 bis nach 1491) verantwortete. Auch in den Jahren 1512 und 1513 berichten die Quellen von einem geregelten Baubetrieb; nach 1525 allerdings gingen die Einnahmen stark zurück.[22]

Am 5. Januar 1531 fand im fertiggestellten Chor die Krönung Ferdinands I. zum deutschen König statt. Jüngere Forschungen nehmen an, dass es bereits zu dieser Zeit einen weitgehenden Baustopp gab, auch wenn noch Geld für Ausstattung und Reparaturen floss. Der Kölner Stadtarchivar Leonard Ennen fand heraus, dass 1559 letztmals Geldmittel für die Bautätigkeit bereitgestellt wurden. Diese kam 1560 vollständig zum Erliegen,[23] nachdem das Domkapitel die Finanzierung weiterer Arbeiten am Dom offiziell beendet hatte.[24]

Der gotische Baustil entsprach nicht mehr dem Geist des Renaissancezeitalters. Nach völlig anderen, neuen Maßstäben für die Kirchenarchitektur wurde seit 1515 am Petersdom in Rom gebaut, zu dessen Finanzierung ein schwunghafter Ablasshandel betrieben wurde. Dieser wiederum war neben anderem Anstoß zur Reformation durch Martin Luther, in deren Folge die Pilgerströme und damit auch der Geldfluss für den Weiterbau des Kölner Doms deutlich abnahm.[25]

Bauunterbrechung (1528–1823)

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Stadt mit Krahn: Kölner Silhouette um 1500

Fast 300 Jahre lang ruhte der Bau des Kölner Doms. Die Stadtsilhouette dominierte der fertiggestellte Chor dennoch. Der Domkran auf dem Stumpf des Südturms aber, eine mehr als 25 Meter hohe hölzerne Drehkonstruktion aus dem 14. Jahrhundert,[26] wurde zum Symbol für eine zurückgebliebene Stadt.[27] Im Innenraum war der Torso nicht als Gesamtraum erlebbar, sondern zerfiel in Einzelräume unterschiedlichen Charakters. Der Chor und der Chorumgang waren vollständig fertig gestellt und konnten vom Domkapitel genutzt und von Pilgern und für Prozessionen begangen werden. Vom Langschiff war der Chor allerdings durch eine Mauer getrennt. Dieses, kaum bis zu halben Höhe errichtet und mit einem Notdach geschlossen, war in verschiedene Einzelräume unterteilt: eine zweischiffige Halle in den südlichen Seitenschiffen, einen eher kapellenartig wirkenden, teilweise eingewölbten Raum in den nördlichen Seitenschiffen und eine nicht räumlich strukturierte Fläche im Mittelschiff. Eine solche Situation war nicht untypisch für spätmittelalterliche Großkirchenprojekte;[28] in Köln gab sie Anlass zur Volksweisheit: »Wenn der Dom fertig ist, geht die Welt unter.«[29]

Im 18. Jahrhundert, von 1744 bis 1770, wurde das Innere des Chors barock umgestaltet. Nach dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen in Köln im Oktober 1794 wurde der Dom stark beschädigt. Im November 1796 verfügten die Besatzer die Einstellung der Gottesdienste, das französische Militär nutzte das Gebäude zeitweilig als Pferdestall und Lagerhalle. Am 4. Januar 1804 kehrte der Dreikönigenschrein in den Chor zurück, den das Domkapitel 1794 nach Westfalen hatte in Sicherheit bringen lassen. Jahre später, am 19. Oktober 1820 wurden bei einem Einbruch wertvolle Teile des Schreins herausgebrochen und gestohlen.

Baugeschichte im 19. Jahrhundert

Vollendung als nationale Aufgabe

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Werbung für die Domvollendung: Ansichten von S. Boisserée, 1821

Johann Wolfgang von Goethe begeisterte sich 1770 für das gotische Straßburger Münster und löste damit eine romantisch fundierte Neuentdeckung des gotischen Baustils aus.[30] Später feierten Publizisten – wie der Naturforscher und Reiseschriftsteller Georg Forster (1790)[31] oder der Kulturphilosoph Friedrich von Schlegel (1804) – den Kölner Dom als Kunstwerk, das noch auf seine Vollendung warte. Der katholische Publizist Joseph Görres schließlich verschob die Argumentation, als er 1814 den Dom als nationales Heiligtum pries und ihn damit zu einem Symbol für den gewünschten Deutschen Nationalstaat machte.[32]

Im Zentrum des beharrlichen Werbens für die Dom-Vollendung stand Sulpiz Boisserée, ein in Köln beheimateter Kunsthändler. Er begann schon 1808 damit, den Baubestand des Domes zu skizzieren und fragte 1811 selbst bei Napoleon vergeblich um Unterstützung. Seine Bemühungen erhielten Auftrieb, als Georg Moller und er 1814 und 1816 den Fassadenriss aus dem Jahre 1370 wieder auffinden konnten, der der Westfassade des Domes zugrunde liegt.[33]

Zwischen 1821 und 1831 gab Boisserée eine Serie von Stichen heraus, die den vollendeten Dom zeigen. Dieses Werk förderte in ganz Deutschland die Begeisterung für den Dombau wesentlich.[34] Die romantische Verklärung des Gotischen, der damals als genuin deutscher Baustil verstanden wurde, und die Stilisierung des Domes zu einem Deutschen Nationaldenkmal nahmen schließlich auch den preußischen Kronprinz Friedrich Wilhelm für das Domprojekt ein. Damit wurde die ursprünglich in Köln betriebene Idee der Domvollendung eine preußische und sogar national-deutsche Angelegenheit und erstmals zu einer realistischen Option.[35]

Der neugotische Dombau (1842–1880)

1823 richtete Friedrich Adolf Ahlert die Dombauhütte wieder ein und begann mit ersten Restaurierungsarbeiten am Chor. Nach seinem Tod 1833 wurde Ernst Friedrich Zwirner zum Dombaumeister berufen. Er musste die heikle Aufgabe meistern, Baupläne für die Domvollendung zu entwickeln, die sowohl dem romantisierenden preußischen König Friedrich Wilhelm IV., als auch dem kostenbewusst denkenden preußischen Baudirektor Karl Friedrich Schinkel, und schließlich noch dem vom Kölner Bürgertum getragenen Zentral-Dombau Verein gefielen. Schließlich setzten sich die romantischen Traditionalisten durch und der Dom wurde „nach dem ursprünglichen Plane“[36], d. h. einschließlich des Strebewerks und mit baukünstlerisch durchgestalteten Querhausfassaden vollendet. Deren Form isolierte Zwirner aus dem mittelalterlichen Fassadenriss der Westfassade, wobei sowohl der König als auch Sulpiz Boisserée an den Planungen mitwirkten. Heute gilt die aufwändigere südliche Querhausfassade als ein Hauptwerk der Neugotik.[37]

Am 4. September 1842 legten Preußens König Friedrich Wilhelm IV. sowie der Koadjutor und spätere Erzbischof Johannes von Geissel den Grundstein für den Weiterbau des Doms. Der Stein wurde auf den noch unvollendeten Südturm hochgezogen und dort eingemauert. Der Dombau schritt schnell fort. 1855 wurden die Südfassade und acht Jahre später das Langhaus vollendet, so dass die Trennwand zum Chor nach 560 Jahren abgebaut werden konnte. Das Einweihungsfest mit ausgesprochen kirchlichem Charakter erlebten weder König Friedrich Wilhelm IV. noch Dombaumeister Zwirner, die beide 1861 gestorben waren.[38]

Die am gotischen Ideal orientierte Bauform hinderte die Baumeister nicht daran, die damals modernsten Baumittel zu verwenden. So wurde der Dachstuhl aus Eisen errichtet, der damit bis zum Bau des Eiffelturms die größte Konstruktion aus Eisenstahl der Welt war.[39]

Der Bau der Westfassade mit dem charakteristischen Doppelturm lag in den Händen von Dombaumeister Richard Voigtel. Er folgte der Form nach getreulich dem Fassadenriss von Meister Michael aus dem Jahre 1370. Mit der großzügigen, durch die Domlotterie gestärkte Finanzkraft des Zentral-Dombau-Vereins konnte die Dombauhütte 500 Steinmetze beschäftigen. Durch den zusätzlichen Einsatz moderner technischen Baumethoden – wie beispielsweise einer Dampfmaschine zur Förderung der Werksteine – konnten die Türme bis 1880 ihre Rekordhöhe von 157 Metern erreichen und mit der Kreuzblume fertig gestellt werden. Die Baumaßnahmen allerdings setzten sich noch rund 20 Jahre fort. Das aufwändige Fußbodenmosaik im Chor konnte erst 1899 abgeschlossen werden.[40]

Die offizielle Vollendung des Dombaus wurde am 15. Oktober 1880 gefeiert. Sie fand zu Zeiten des sogenannten Kulturkampfes statt, in dem der Preußische Staates mit der katholischen Kirche im Rheinland um Einfluss rangen. Kaiser Wilhelm I. nutzt die Veranstaltung für seine repräsentativen Vorstellungen, um die Einigkeit und Größe des neu gegründeten Reiches zu demonstrieren. Viele Katholiken, deren kirchliche Würdenträger von der Feier ferngehalten wurden, boykottierten die Feier in “würdiger Zurückhaltung.”[41]

Finanzierung der Domvollendung

Für die Vollendung des Domes wurden zwischen 1823 und 1880 insgesamt 6,6 Millionen Taler aufgewendet;[42] das entspricht nach heutigem Geld rund einer Milliarde Euro (2019).[43] Ursprünglich hatte Dombaumeister Zwirner für die Vollendung des Hauptschiffes 1,2 Millionen Taler veranschlagt und für das Strebewerk nochmals dieselbe Summe.[44] Auf dieser Basis wurden die jährlichen Baukosten mit 100.000 Taler berechnet, von denen der preußische König die Hälfte durch einen Baufonds übernehmen wollte. Zudem bewilligte er einen einmaligen Zuschuss zum Bau des Nordturmes in Höhe von 100.000 Talern.[45] Um die verbleibende Bausumme aufzubringen, wurde der Zentral-Dombau-Verein zu Köln gegründet, der sich zunächst aus Beiträgen finanzierte. Auch der König leistete einen jährlichen Beitrag von 10.000 Talern.[46]

Ab 1845 konnte der Verein allerdings seinen Anteil an der Finanzierung nur noch teilweise aufbringen, so dass ab 1848 nach dem 600-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung die Bautätigkeit deutlich verlangsamt werden musste. Als 1863 der Innenraum vollendet war, zeigten Hochrechnungen, dass bei gleichbleibendem Finanzfluss die Vollendung noch weitere 50 Jahre dauern würde. So entschied sich der Verein, 1864 zur Finanzierung eine Domlotterie einzurichten, die sich als ergiebige Geldquelle erwies. Mit den neuen Mitteln konnte der Dombaumeister in der Domhütte 500 Steinmetze beschäftigen und die Türme bis 1880 fertig bauen.[47] Bis zum Ende der Bauzeit steuerte der Verein zu den Baukosten von rund 6,6 Millionen Taler insgesamt 59,4 % bei. 32,4 % bezahlte der Staat, 6,8 % wurde durch eine Kathedralsteuer und Kollekten finanziert.[48]

Der Dom seit der Vollendung

Schäden des Zweiten Weltkriegs

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Der scheinbar unversehrte Dom zwischen den Ruinen des ausgebombten Köln (1945)

Am Ende des Zweiten Weltkriegs ragte der Dom scheinbar unversehrt aus einer fast vollständig zerstörten Innenstadt auf. Das wurde als „Wunder“[49] empfunden und der Dom wurde der Trümmergeneration zu einem Symbol für den Lebenswillen der Stadt.[50] „Zu keiner Zeit dürfte die Identifikation der Bevölkerung mit dem Dom größer gewesen sein als in diesen Jahren.“[51]

Tatsächlich wurde auch der Dom durch etwa 70 Bombentreffer, darunter 14 schwere Fliegerbomben, schwer beschädigt. Von den 22 Gewölben wurden im Langhaus und im Querhaus neun zerstört und sechs stark beschädigt. Der Giebel des nördlichen Querhauses brach herunter; alle Fenstermaßwerke wurden beschädigt und das große Westfenster vernichtet. Im November 1943 riss eine Sprengbombe im Nordturm ein etwa 10 Meter hohes Loch in den Eckpfeiler, der wesentliche statische Bedeutung hatte. Das Loch wurde daher noch im Krieg mit einer Ziegelsteinfüllung vermauert, die als sogenannte Kölner Domplombe bis 2005 sichtbar blieb.[52] Dass der Dom nicht einstürzte, lag nach Einschätzung von Fachleuten an mehreren Gründen: Von Brandbomben ausgelöste Brände wurden von Männern der Dombauhütte und freiwilligen Helfern, die in und auf dem Dom postiert waren, sofort gelöscht. Das Dach blieb dank der Stabilität des eisernen Dachstuhls bestehen. Der durch die Explosion von Luftminen hervorgerufene Luftdruck konnte durch die großen Fenster entweichen. Ein Teil der Erschütterungen konnte von dem außerordentlich tiefen Fundament abgefangen werden.[53]

Bis 1948, zum 700. Jahrestag der Grundsteinlegung konnte nur der Chor wieder nutzbar gemacht werden. Die Wiederherstellung des Lang- und des Querhauses dauerte bis 1956. Die letzten sichtbaren Kriegsschäden wurden bis 2005 beseitigt. Kleinere Beschädigungen werden im Zuge der laufenden Restaurierungen weiterhin repariert.[54]

Um zu untersuchen, ob die Bombardierungen die Fundamente des Domes beschädigt hätten, begannen 1946 archäologische Ausgrabungen unter dem Dom. Die von Otto Doppelfeld geleiteten wissenschaftlichen Arbeiten wurden zu einer der bedeutendsten Kirchengrabungen und konnten erst 1997 abgeschlossen werden. Durch diese wurden auch neue Details zu den Vorgängerbauten des Domes bekannt.[55]

Die fortlaufende Renovierung

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Nie ohne Gerüst: die Steine am Dom verlangen kontinuierliche Erneuerung

Der Dom ist ein mittelalterliches Gebäude, das aus statischer Sicht sehr solide errichtet wurde. Gleichzeitig aber benötigt der Steinbau kontinuierliche Pflege und Renovierung.[56] Die Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner formulierte: „Der Kölner Dom ohne Gerüst ist keine Wunschvorstellung, sondern eine Schreckensvorstellung. Es hieße nämlich, dass wir uns den Dom nicht mehr leisten könnten.“[57]

Tatsächlich war der vollendete Dom nur wenige Jahre ohne Gerüst zu sehen. Nach der offiziellen Domvollendung 1880 wurden noch rund 20 Jahre Nacharbeiten durchgeführt. Dombaumeister Richard Voigtel stellte kurz vor seinem Tod 1902 öffentlich fest, dass der Dombau endlich abgeschlossen sei.[58] Nachdem aber 1906 die Flügel einer Engelsfigur von der Fassade gefallen waren, nahmen die Dombaumeister die Bausanierung wieder auf.[59]

Der Dom ist aus verschiedenen Gesteinen errichtet, die aufgrund ihrer Eigenschaften unterschiedlich stark verwittern.[60] Die filigranen Strebebögen und Strebepfeiler sind von allen Seiten der Witterung ausgesetzt[61] und werden durch Wasser und den Schwefelgehalt der Luft sowie durch Vogelexkremente angegriffen.[62] Besonders ab den 1960er Jahren setzte der Saure Regen den Steinen stark zu und färbte sie zunehmend schwarz. Erst ab der 1990er Jahre nahm die Belastung durch die Maßnahmen zur Luftreinhaltung ab.[63]

Die größten Verwitterungen zeigt der ab 1842 verwendete Schlaitdorfer Sandstein, der für die Querhausfassaden und die Oberen Teile von Lang- und Querhaus verwendet wurde. Er wird daher fortlaufend erneuert und wurde bis in die 1980er Jahre bevorzugt gegen Londorfer Basaltlava ausgetauscht, der als sehr witterungsfest gilt, allerdings nicht sandbeige, sondern grau gefärbt ist.[64] Dagegen bemühen sich die Dombaumeister seit den 1990er Jahren, die Restauration mit Steinen durchzuführen, die dem originalen Sandstein möglichst nahe kommen.[65] Die Dombauhütte testete schon zahlreiche Mittel zur Konservierung der Steine. Eine überzeugende Methode konnte noch nicht gefunden werden.[66] Zudem beginnen auch die Anker und Dübel aus Eisen, die die vielen Teile des Bauschmuckes halten, zu rosten. Sie drohen die Steine zu sprengen und müssen gegen Stahlteile ausgetauscht werden. „Es ist also vorherzusehen, dass niemand der heute Lebenden den Dom jemals ohne Gerüste erblicken wird.“[67]

Feierlichkeiten und Ereignisse

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Staatsbegräbnis für Konrad Adenauer
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Lichtinstallation am Dom im Jahr 2018

Der Kölner Dom ist seit der Vollendung immer wieder als Kulisse für politische Symbolhandlungen genutzt worden. Schon die Vollendung des Domes 1880 nutzte Kaiser Wilhelm I. zu einer Eröffnungsfeier, die „als pompöse Selbstdarstellung des protestantischen Hohenzollernhauses“ wirkte.[68] Ebenfalls ein politisches Signal war das im Januar 1926 vor dem Dom gegebene Fest, mit dem das Ende der Rheinlandbesetzung gefeiert wurde. Der Dom wurde hier nochmals als „steingewordener Nationalgedanke“ instrumentalisiert.[69]

1948, drei Jahre nach Kriegsende, wurde inmitten der Stadtruinen mit allem damals möglichen Aufwand das 700-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung gefeiert, zu dem zahlreiche kirchliche Würdenträger aus dem Ausland in den gerade erst wieder nutzbaren Chor anreisten.[70] Das Fest bedeutete noch nicht die Rückkehr Deutschlands in die Staatengemeinschaft, war aber dennoch ein wichtiges Signal für die fortdauernde katholische Prägung der Stadt und des Rheinlands.[71]

Im Zuge der deutsch-französischen Aussöhnung kam der französische Präsident Charles de Gaulle 1962 nach Köln, um im Dom zu beten. Dabei handelte es sich um den Gegenbesuch nach der „Versöhnungsmesse“, die mit dem Deutschen Kanzler Konrad Adenauer wenige Monate zuvor in der Kathedrale von Reims stattgefunden hatte.[72] Als Adenauer verstorben war, zelebrierte Erzbischof Joseph Kardinal Frings im Dom am 25. April 1967 das Pontifikalamt mit einem Requiem. Die Inszenierung des Staatsbegräbnisses, die den Sarg vom Dom und per Schiff über den Rhein nach Bad Honnef/Rhöndorf führte, wurde als „Beisetzung wie für einen König“ beschrieben.[73]

In jüngerer Zeit wurde die Bildmacht des Domes wieder deutlich, als die Ausschreitungen in der Silvesternacht 2015 dokumentiert wurden.[74] Als Aufruf für den Frieden wurde der Dom 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs zur Projektionsfläche für die im September 2018 präsentierte Lichtinstallation „dona nobis pacem.“[75]

Weltkulturerbe

Der Kölner Dom wurde 1996 von der UNESCO als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt. Am 5. Juli 2004 wurde er wegen der „Gefährdung der visuellen Integrität des Doms und der einzigartigen Kölner Stadtsilhouette durch die Hochhausplanungen auf der dem Dom gegenüberliegenden Rheinseite“ vom UNESCO-Welterbekomitee auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Im Juli 2006 entschied das Welterbekomitee auf seiner 30. Tagung im litauischen Vilnius, den Kölner Dom von der Roten Liste des gefährdeten Welterbes zu streichen.[76] Damit wurde den geänderten Bauplänen für das rechtsrheinische Ufer Rechnung getragen; außer dem bereits fertiggestellten Kölntriangle sollen dort keine weiteren Hochhäuser mehr entstehen.

Päpste am Dom

Im Dom wird an mehreren Stellen auf Päpste Bezug genommen. In der Marienkapelle zeigt das Pius-Päpstefenster die Päpste Pius IX., Pius X., Pius XI. und Pius XII. Das von Wilhelm Geyer geschaffene Fenster wurde anlässlich des Katholikentages 1956 eingesetzt.[77] Auf der sogenannten Papstterasse an der Südseite des Domes erinnern zwei Gedenktafeln an drei Päpste: Papst Johannes XXIII., mit bürgerlichem Namen Angelo Roncalli, hat testamentarisch einen wertvollen Ring dem Domkapitel vermacht. Daran anknüpfend wurde der Platz an der Südseite des Domes Roncalli-Platz genannt.[78] Eine zweite bronzene Gedenkplatte erinnert an den Weltjugendtag, der 2005 in Köln stattfand. Das Relief von Bert Gerresheim zeigt, wie Papst Johannes Paul II. das Weltjugendtags-Logo an Papst Benedikt XVI. übergibt.[79]

Johannes Paul II. war 1980 der erste Papst, der den Dom besucht hat. Um dieses Ereignis zu dokumentieren, wurde eine von Elmar Hillebrand gestaltete Gedenktafel an einem Langhauspfeiler angebracht.[80] Der Dom verfügt seit dem 9. Dezember 2013 über eine Blutreliquie von Papst Johannes Paul II. Bei der Reliquie handelt es sich um ein Stoffläppchen mit einem Bluttropfen des Papstes. Das an der Wand des nördlichen Querhauses ausgestellte Silberreliquiar des Düsseldorfer Künstlers Bert Gerresheim stellt den Papst auf seine Ferula gestützt vor einem Portal des Doms dar.[81] Im Juni 2016 war die Reliquie gestohlen worden[82] und wurde ein Jahr später ersetzt.[83]

An den Besuch Papst Benedikt XVI. zum Weltjugendtag 2005 erinnert im Mittelschiff eine vom Kölner Bildhauer Heribert Calleen gestaltete bronzene Gedenktafel.[84] Die Gesichtszüge von Papst Franziskus sind an einer kleinen Steinfigur verewigt, die an einem Baldachin im Hauptportal sitzt.[85]

Das gotische Bausystem

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Einheitliche architektonische Gliederung der Wand des Binnenchores (Aufnahme von 1910)

Wahl der gotischen Form

Der Kölner Dom ist ein Bauwerk der Gotik. Die Wahl des gotischen Baustils im Jahre 1248 war ein radikaler Bruch mit der bis dahin im Rheinland üblichen spätromanischen Bautradition. Ebenfalls ohne Beispiel war es, dass die Planer in Köln sich sowohl im Bausystem als auch in Einzelformen an einem konkreten Bauwerk – nämlich der Kathedrale von Amiens – orientierten. Schließlich löste sich der gotische Dom auch radikal von der liturgischen Ausrichtung des Alten Doms. Dieser war zweichörig gebaut und hatte den Hochaltar mit dem Petruspatrozinium im Westchor positioniert und einen diesem liturgisch untergeordneten Marienaltar im Ostchor. Der gotische Neubau dagegen steht in der Tradition der in Frankreich üblichen Form mit nur einem Chor im Osten, in welchem in Köln nun der neue Hauptaltar mit Marienpatrozinium errichtet wurde, der 1322 auch Funktionen erhielt, die bisher dem Petrusaltar vorbehalten waren. Der Dreikönigenschrein sollte in der Vierung aufgestellt werden, so dass das Domkapitel im Binnenchor zwischen Schrein und Marienaltar sitzen konnte. Mit diesem Konzept konnten die Domherren sinnbildlich Teil des epiphanischen Geschehens zwischen den als Reliquien anwesenden Heiligen Drei Königen und der im Hochaltar vergegenwärtigten Gottesmutter werden.[86]

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Maßstabssprung der gotischen Architektur

Die neue Bauform wurde vermutlich auch deswegen gewählt, weil die gotische Architektur einen Maßstabssprung erlaubte, der den Dom signifikant über alle bestehenden romanischen Kirchen Kölns hinaushob. Der Vierungsturm von Groß St. Martin dominierte am Ende des „großen Jahrhunderts der Kölner Kirchenbaukunst“[87] zusammen mit weiteren romanischen Kirchen das Stadtbild und galt zudem als Symbol für die patrizische Selbstverwaltung der Handelsstadt. Demgegenüber ermöglichte die Höhenentwicklung der gotischen Architektur eine neue städtebauliche Dominanz des Domes, wodurch sowohl das Domkapitel aber vor allem auch der machtbewusste Erzbischof Konrad von Hochstaden ihre Vorrangstellung untermauern wollten. Durch Größe und Form fand der Dom in eine Position, die alle anderen Heiligen und Institute der Stadt erniedrigte.[88]

Bauhandwerk und Planung

Bauhandwerklich unterscheidet sich der Chorbau in Köln deutlich von den französischen Kathedralen. Deren Bauhütten bemühten sich darum, die aufgehenden Mauern und Pfeiler aus möglichst großen Quadern zusammenzusetzen und die Formen in den Quader hineinzumeißeln. Das taten sie auch dann, wenn waagerechte auf senkrechte Profile stießen. In Frankreich wurden sie aus einem Stein gefertigt. Dort war es üblich, die schlanken Dienste zusammen mit dem dahinterstehenden Pfeiler aus einem Werkstein zu arbeiten. Die Kölner Bauhütte dagegen führte ihre spätromanische Baupraxis weiter. Für Wände und Pfeiler wurden Wandschalen aus Werksteinen gemauert, die mit Bruchstücken gefüllt wurden. Profile wurden einzeln hergestellt, so dass sie mit einer schmalen Fuge anstießen. Die schlanken Dienste wurden in Köln als einzelne Werkstücke gemeißelt und vor den Pfeiler gestellt.[89] Daraus wurde abgeleitet, dass der Kölner Dombaumeister Gerhard zwar die Kathedralen in Frankreich besucht habe, allerdings selbst nie in einer französischen Bauhütte gearbeitet, oder sie auch nur betreten habe. Möglicherweise gehörte Gerhard sogar zu einer neuen Generation von Baumeistern, die rein intellektuell arbeiteten und nur Pläne zeichneten.[90]

Dombaupläne des Mittelalters

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Fassadenriss von 1370

Der Kölner Dom zeigt eine sehr große Einheitlichkeit im architektonischen Stil aller Bauteile. Darin unterscheidet er sich sehr deutlich von annähernd allen anderen Großprojekten des mittelalterlichen Kirchenbaus. Lange wurde aus dieser Tatsache abgeleitet, dass Dombaumeister Gerhard einen verbindlichen Gesamtplan für den Dom vorgelegt haben müsse, der über Generation hinweg befolgt wurde. Dieser „gotische Masterplan“ habe sowohl das fünfschiffige Langhaus wie auch die beiden großen Turmbauten der Westfassade enthalten.[91] Diese Sicht wurde in der jüngeren Forschung als hypothetisch und im ganzen unwahrscheinlich verworfen.[92]

Alle großen Kirchen im Mittelalter sind in einzelnen Bauabschnitten geplant und errichtet worden. Bei einem Baubeginn im Osten wurde nur der Chor geplant und vollendet; für Langhaus und Westfassaden wurden danach neue Planserien erstellt. Der erste Kölner Plan umfasste daher wahrscheinlich auch nur den Chor, der bis 1322 errichtet wurde.[93] Vermutlich sahen die ersten weiterführenden Planideen überhaupt nur ein dreischiffiges Langhaus mit vergleichsweise schlanken Türmen über den Seitenschiffjochen vor, wie sie auch die französischen Kathedralen besitzen. Das fünfschiffige Langhaus ist vermutlich um 1320 von den Brüdern Johannes und Rutger geplant worden. Dieses neue Raumkonzept wurde dann von jüngeren Kirchenbauten (wie der 1352 neu projektierten Kathedrale von Antwerpen) aufgegriffen.[94] Am Dom sind die ersten Planungen für die Westfassade (mit fünf Portalen) unter Dombaumeister Bartholomäus von Hamm um 1350 gereift, als die Fundamente des Südturms gelegt wurden. 1370 zeichnete Michael von Savoyen die Westfassade, wie sie heute steht, auf den überlieferten Fassadenriss F. Wegen dieses ausgreifenden Fassadenbaus mussten die bereits fertiggestellten Fundamente nochmals angestückt werden, um die neue Dimension der Strebepfeiler zu gründen.[95]

Die vollkommene Kathedrale

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Sieben von Zwölf: Vollkommen regelmäßig gestaltete Kapellen am Chorumgang

Die Architektur des Kölner Doms steht in der Tradition der gotischen Kathedralen Frankreichs, die von Chartres über Reims und Amiens nach Beauvais und Köln führt. Allerdings zeigt der Kölner Domchor eine „unübersehbare, geradezu klassische Reinheit“[96], die ihn deutlich von den Vorbildern abhebt. Diesen Eindruck hat der Baumeister erreicht, indem er sich mit großer Konsequenz um eine einheitliche formale Ordnung bemüht hat, der eine detaillierte, offenbar geometrisch und mathematisch durchkalkulierte Planung zugrunde lag.[97]

Wie in Amiens hat sich der Kölner Baumeister für einen Bauplan mit sieben Kranzkapellen entschieden. In Frankreich ist der Grundriss allerdings in sieben Segmenten eines ungefähren 13-Ecks gestaltet. In Köln dagegen hat der Baumeister ein regelmäßiges 12-Eck der Planung zugrunde gelegt. Dazu hat er zwei Dreieckraster gebildet, die um 30 Grad gegeneinander gedreht sind. Mit einem solchen Raster lassen sich alle harmonisch aufeinander bezogenen Linien im Chor definieren. Auch die Kapellen entstehen so aus einem einheitliche System, das auf gleichseitigen Dreiecken beruht. In der Folge gelang dem Baumeister eine optisch harmonische Gestaltung aller weiteren Bauteile, Pfeiler und Bögen. Dennoch handelte er nicht dogmatisch: beispielsweise rückte er die Polygonpfeiler ein Stück ein und gab ihnen zudem ein eiförmiges statt eines runden Profils, um für den Betrachter einen einheitlichen Eindruck zu erreichen.[98]

In Köln gelang es dem Baumeister erstmals, für die gesamte Kirche nur einen einzigen Pfeilertyp zu verwenden. Die Pfeiler im Mittelschiff, die Pfeiler zwischen den Seitenschiffen und die Wandpfeiler sind alle als Rundpfeiler gestaltet, denen Dienste vorgeblendet sind (Kantonierte Pfeiler). Auch die Bündelpfeiler der Vierung unterscheiden sich kaum von den Normalpfeilern. Die Dienste sollen optisch die Kraftlinien aus den Kreuzrippengewölben bis auf den Boden leiten. In Köln gelang es erstmals und zwar einheitlich für das Mittelschiff und die Seitenschiffe, für alle Gurtbögen und Rippen sinnfällig passende Dienste zu planen, die die Pfeiler zu acht oder zu zwölft (und in der Vierung zu 16) umstehen. Die Dienste im Mittelschiff werden ohne optische Unterbrechung mehr als 40 Meter zur Bodenplatte geführt. Die Kapitelle weisen an allen Pfeilern eine einheitliche Höhe auf. Dadurch entstand in Köln der in die Höhe strebende einheitliche Raumeindruck. „In keiner anderen der großen Kathedralen war dies zuvor gelungen und es blieb auch bei späteren Bauten unerreicht.“[99]

Zwischen den Pfeilern spannt sich in Köln eine Wand- und Glasfläche, deren gleichmäßige Gestaltung ebenfalls die Senkrechte betont. Alle gotischen Kathedralen unterteilen die Seitenfläche in zwei Ebenen: die untere, das sogenannte Triforium, ist ein Laufgang, der mit Masswerk vom Kirchenraum getrennt ist. Darüber befinden sich die hohe Fenster des Obergadens. Der Kölner Baumeister fand für beide Elemente eine einheitliche Struktur in vier Bahnen, bei denen die vier Fenster im Obergaden senkrecht über den vier Maßwerkfenstern des Triforiums stehen und damit optisch zu einer einzigen, in die Höhe strebenden Fläche werden. Die Fensterstäbe werden elegant über beide Elemente hinweg geführt, so dass sie die volle Höhe von Triforium und Obergaden betonen. Die mittleren Stäbe werden durchgehend von den Obergaden bis zum Sockel des Triforiums geführt. Die beiden seitlichen scheinen in der Fensterbank der Obergaden zu verschwinden und darunter im Triforium wieder aufzutauchen. Zusätzlich sind die Reliefs des Maßwerks besonders flach gehalten. Insgesamt entsteht dadurch der Eindruck, „dass sich Fenster und Triforium straff wie eine Membran“ zwischen die Pfeiler spannen.[100] Aufgrund der Höhe der Fenster hat Köln auch verglichen mit allen großen gotischen Kathedralen die größte Fensterfläche im Verhältnis zur Kirchenlänge.[101]

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Obergaden und Triforium im Mittelschiff

Alle gotischen Baumeister strebten danach, einen möglichst sanften Chorschluss zu errichten. Der Übergang vom Langchor zum Rundchor sollte die einheitliche Raumgliederung nicht stören. Das bedeutete allerdings eine wesentliche Herausforderung, weil die Gewölbeabschnitte (Joche) im Langchor annähernd doppelt so lang sind wie die im gerundeten Chor. Der Kölner Baumeister fand dazu eine Gestaltung, deren Grundriss scheinbar die Form einer Parabel annimmt. Das erste Joch des Rundchores kippt nur wenig ab. Die Obergadenfenster und die Maßwerke des Triforiums sind so geschickt gestaltet, dass die Grenzen zwischen den Raumteilen verunklärt werden und man optisch nicht mehr entscheiden kann, wo der Langchor aufhört und wo der Rundchor anfängt.[102]

Dombaumeister Arnold Wolff hat geurteilt, dass sich die mittelalterlichen Baumeister beim Bau des Kölner Doms um ein vollkommenes Ideal bemüht hätten. Daher sei der Dom der absolute Höhepunkt des Kathedralbaus und gleichzeitig sein Endpunkt, weil der Dom keine adäquaten Nachfolger mehr gefunden habe. „Ein Versuch, das in Köln Erreichte nochmals zu steigern, wurde nie mehr gewagt.“[103]

Die nachklassisch-hochgotische Westfassade

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Körperhaft-plastisch: die hochgotische Westfassade von Meister Michael

Dombaumeister Michael von Savoyen hat die Westfassade des Kölner Domes um 1370 geplant. Dennoch wählte er hochgotische Architekturformen, die mindestens 100 Jahre zuvor im ausgehenden 13. Jahrhundert üblich waren. Mitte des 14. Jahrhunderts hatte Peter Parler das spätgotische Formensystem für den Prager Veitsdom schon entwickelt.[104] Mit seinem bewussten Rückgriff auf eine auch damals schon klassische Formensprache versuchte der Dombaumeister, dem Dom eine besondere Historizität und damit Ernsthaftigkeit zu geben.[105] Er reagierte damit vermutlich weniger auf die bis dahin vorherrschende Architekturpraxis in Köln, als auf die zu seinen Lebzeiten hochaktuelle Architekturentwicklung, die nach 1350 einem ausgeprägten gotischen Historismus folgte.[106] Gleichzeitig pflegte auch sein Auftraggeber, Erzbischof Friedrich von Saarwerden, eine dezidiert konservative Kunstauffassung, und bevorzugte – auch bei der Gestaltung seines Grabdenkmals – die damals schon historische Formensprache der klassischen Hochgotik.[107]

Dennoch gelang es dem Dombaumeister, die Westfassade als spätgotisches Bauwerk erscheinen zu lassen. So schuf er keine flächigen Strukturen, wie sie in der Hochgotik üblich waren, sondern gab der Fassade eine ausgesprochene Körperlichkeit, indem er die Hauptpfeiler zu eigenen Massiven formte, durch die Fialtürme den Eindruck von außerordentlicher Massigkeit erzeugte, und für die tiefen Fensternischen durch die doppelten Maßwerke eine durchklüftete Fassade gestaltete. Die Türme entwickeln sich – flankiert durch mächtige Fialen – aus einer stabilen Baumasse, so dass sich die achteckigen Turmspitzen nur langsam aus einer stabilen Struktur herausbilden. Schließlich gab der Baumeister den Maßwerkhelmen durch die dominierenden Stützen eine Plastizität, die das Freiburger Vorbild nicht zeigt.[108] Michael von Savoyen verschmolz den Formenkanon der Hochgotik perfekt mit der körperhaft-plastischen Bauweise der beginnenden Spätgotik und schuf damit für den Kölner Dom eine Westfassade, die sich konsistent zur hochgotischen Form des Chores fügt. Damit garantierte Meister Michael auch, dass der Gesamtbau des Domes bis heute vollkommen einheitlich wirkt.[109]

Neugotische Vollendung

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Nach ursprünglichem Plan: Vollendung des Doms in neugotischer Zeit, 1851

Als in den 1830er Jahren der Plan reifte, den Dom fertigzustellen, gab es unterschiedliche Vorstellungen über die Bauform. Auf einer Seite standen Überlegungen, den Dom aufwandsarm fertigzustellen und auch aus Kostengründen die bautechnischen Möglichkeiten des 19. Jahrhunderts zu nutzen. Auf der anderen Seite herrschte eine tiefe romantische Überzeugung, „den idealen Plan Wirklichkeit werden zu lassen, einen Höhepunkt des Mittelalters zu vollenden.“[110]

Die ersten, zusammen mit Karl Friedrich Schinkel entwickelten Entwürfe von Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner sahen beispielsweise vor, die Mittelschiffe ohne Obergaden zu errichten. Ein zweiter Entwurf von 1838 plante zwar mit der vollen Gewölbehöhe von 43,35 Metern, wollte aber auf das Strebewerk verzichten und dafür die damals üblichen Zuganker einsetzen, um die Schubkräfte aufzunehmen.[111] Nach Kostenschätzungen von Zwirner sollte das Strebewerk etwa genauso teuer sein wie die Fertigstellung des Kirchenschiffes.[112] Die Querarme sollten mit schlichten Fassaden geschlossen werden.[113]

Demgegenüber hatte der zwischenzeitlich gegründete Zentral-Dombauverein in seinen Statuten verankert, dass der Dom „nach dem ursprünglichen Plane“ vollendet werden solle. Da der preußische König Friedrich Wilhelm IV. das Statut genehmigt hatte, kam diesem Gesetzeskraft zu.[114] So konnte der Verein – intensiv unterstützt von Zwirner – schließlich gegen die preußische Regierung die Vollendung des Doms in der aufwändigen mittelalterlichen Form durchsetzen.[115]

Zwirner gelang es, die mittelalterliche Planung zu vollenden, indem er direkt auf den Fassadenriss F aus dem Jahre 1370 zurückgriff und seine Entwürfe für die Querhausfassaden – für die keine mittelalterliche Planung überliefert ist – ohne wesentliche Modifikationen daraus isolierte. Auch die Strebepfeiler gestaltete er nach den Vorbildern aus gotischer Zeit.[116] Seine neugotische Vollendung konnte gelingen, weil die Baumeister des Spätmittelalters sich in einer einheitlichen, hochgotischen Architektursprache bewegt hatten, die – obwohl sie keinem gotischen Masterplan folgte – einer homogenen Idee der idealen Kathedrale verpflichtet schien. „Hätte man um 1500 den Dom in einer Abweichung vom Plan irgendwie fertig gebaut, dann hätte es eine wirkliche Vollendung niemals gegeben.“[117]

Beschreibung

Chor

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Liturgisches Zentrum: Hochchor seit 1322
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Für die Pilger: Chorumgang seit 1265

Der Hochchor wurde 1322 geweiht; es ist der einzige Teil des Domes, der im Mittelalter vollständig fertig gestellt werden konnte. Heute gilt er als „der architektonisch glanzvollste Teil des Innenraumes.“[118] Der Chorbau besteht aus dem Binnenchor, dem Chorumgang mit den sieben Chorkapellen, den Chorseitenschiffen und der Sakramentskapelle. Alle Bauteile zeigen eine Perfektion der architektonischen Form, die Dombaumeister Arnold Wolff als „vollkommene Kathedrale“ bezeichnet hat.[119]

Im Unterschied zu den französischen Vorbildern ist dem Kölner Baumeister gelungen, einen sanften Übergang zwischen dem Langchor und dem Rundchor zu bauen. Beide Bauteile gehen so gleitend ineinander über, dass der fließende Raumeindruck nicht beeinträchtigt wird. Der erste Gewölbeabschnitt (Joch) des Rundchores erscheint wie ein verkürztes Joch des Langchores und ist leicht nach innen gedreht. Das Maßwerk des Triforiums ist hier allerdings bereits so gestaltet wie im Rundchor. Die Fenster im Obergaden sind zwar noch vierbahnig, scheinen aber schon die Breite der schmaleren Fenster im Rundchor anzunehmen. Wegen dieses verunklarten Übergangs vermag der Betrachter nicht zu urteilen, wo der Langchor endet und wo der Rundchor beginnt.[120]

Der Chorumgang und die sieben Chorkapellen sind der älteste Teil des Kölner Doms. Dieser Teil des Gebäudes wurde 1248 begonnen und 1265 in Benutzung genommen. Architektur und Gesamteindruck sind unverändert erhalten. Die sieben Chorkapellen haben einen einheitlichen Grundriss; sie bilden sieben Teile eines regelmäßigen Zwölfecks. Die beiden Kapellen, die sich direkt an den Langchor anschließen (Engelbertuskapelle und Stephanuskapelle) liegen sich streng gegenüber und sind nicht mehr – wie in den französischen Kathedralen – eingedreht. Anders als die Kathedrale von Amiens, aber vergleichbar mit der in Beauvais, hat die mittlere Kapelle (Dreikönigskapelle) die identische Größe wie alle anderen 6 Kapellen.[121]

  • Engelbertuskapelle mit dem Georgsaltar
  • Maternuskapelle mit der Dreikönigentafel (16. Jahrhundert)
  • Johanneskapelle mit dem Kreuzigungsaltar, dem Allerheiligenfenster, dem Jakobus- und dem Marienfenster, um 1320.
  • Achskapelle / Dreikönigenkapelle mit dem älteren Bibelfenster (auch: Bibel-Fenster I), um 1260, und einer neugotischen Ausstattung mit der Füssenicher Madonna.
  • Agneskapelle (früher Irmgardiskapelle) mit ihrem Sarkophag um 1100, Fenster um 1320.
  • Michaelkapelle mit dem Thomas- und dem Johannesfenster, um 1320.
  • Stephanuskapelle mit dem jüngeren Bibelfenster (auch: Bibel-Fenstr süd X), in Teilen um 1280/90

Die Seitenschiffe des Chores im Süden werden Marienkapelle genannt. Dort befindet sich der Dreikönigsaltar von Stefan Lochner, einer der bedeutendsten Kunstwerke im Domes. Die Chorseitenschiffe im Norden werden Kapelle des heiligen Kreuzes genannt, weil hier der Kreuzaltar und das Gerokreuz (um 970) stehen. Dieses gilt als eines der bedeutendsten Bildhauerwerke aus Ottonischer Zeit.[122]

Die Sakramentskapelle wurde 1277 als Kapitelsaal an den Chor angebaut und im selben Jahr von Albertus Magnus geweiht. Der quadratische Raum hat ein Gewölbe mit vier Spitzbögen, die sich auf nur einem Birnstabpfeiler in der Mitte des Raumes abstützen. Die Kapelle zählt zu den qualitätsvollsten Arbeiten der hochgotischen Innenarchitektur.[123]

Hauptschiff

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Langhaus gen Westen (um 1870)

Das Hauptschiff des Kölner Doms mit rund 120 Metern Länge wurde im Verlauf von sieben Jahrhunderten in fünf Bauepochen errichtet. Dennoch hat es eine streng einheitliche, hochgotische Form, deren ursprünglicher Plan offenbar so vollendet erschien, dass sich alle späteren Baumeister daran halten mochten.[124] Alle Mittelschiffe des Kölner Domes im Langhaus, im Querhaus und im Chor, haben praktisch die gleichen Abmessungen und eine identische Gliederung. Die Höhe misst 43,35 Meter und die Weite 12,50 Meter. Alle 7,50 Meter steht ein Pfeiler (Jochweite); alle sind sie von identischer Form, als runde Bündelpfeiler gestaltet, die von 12 Diensten umgeben sind. Die Pfeiler laufen in Spitzbögen zusammen, die die Arkaden bilden. Darüber beginnt in einer Höhe von 19,75 Metern das Triforium. Dieses Zwischengeschoss ist ein etwa einen Meter breiter und 5,80 ;Meter hoher Gang, der nach außen verglast ist und zum Innenraum ein offenes Maßwerk besitzt. Über dem Triforium erhebt sich der Obergaden mit Fenstern von 17,80 Meter Höhe zwischen denen relativ schmale Wandpfeiler zum Gewölbe streben. Weil Obergaden und Triforium einheitlich gestaltet und senkrecht gegliedert sind, wirken sie wie eine Einheit, was den Raum optisch noch höher erscheinen lässt.[125]

Die schmalen Wandpfeiler allerdings können allein den Schub des Gewölbes nicht tragen. Sie werden daher von außen durch ein System von Strebepfeilern und Bögen gestützt. Es ist zwar reich verziert, soll aber vor allem als Konstruktionsgerüst dienen, das dem Innenraum „zu seiner überirdisch wirkenden Schwerelosigkeit verhilft.“[126] Die Vierung ist der Ort, an welchem nach ursprünglicher Planung der Dreikönigenschrein aufgestellt werden sollte. Allerdings konnte dieser Teil des Gebäudes im Mittelalter nicht vollendet werden. Die Ostpfeiler wurden im 13. Jahrhundert errichtet, der untere Teil der Westpfeiler entstand im 14. und 15. Jahrhundert; der obere konnte erst im 19. Jahrhundert gebaut werden; das Gewölbe wurde 1863 eingezogen.[127]

Fenster

Die gesamte Architektur des Kölner Domes ist darauf ausgerichtet, möglichst großflächige Fenster beherbergen zu können. Er ist darum als „überaus harmonisches Glashaus“ bezeichnet worden.[128] Die Fenster bedecken eine Fläche von rund 10.000 m², was annähernd der Grundfläche des Baus entspricht. Von allen großen Kathedralen hat Köln die größte Fensterfläche im Verhältnis zur Kirchenlänge. Etwa 1.500 m² der Fensterfläche sind aus dem Mittelalter erhalten.[129]

Die Fenster stammen aus unterschiedlichen Epochen und prägen den Gesamteindruck des Domes. Sie spiegeln deutlich den jeweiligen zeitgenössischen Anspruch an die Gestaltung und die Funktion der Fenster. So wurden die Fenster des Kapellenkranzes, der zunächst ausschließlich Geistlichen vorbehalten sein sollte, um das Jahr 1260 mit Ausnahme des zentralen Achskapellenfensters rein ornamental verglast und erst 1330/1340 mit einem figürlichen Bildprogramm für die durchreisenden Pilger ausgestattet.[130] Das Fenster in der zentralen Dreikönigenkapelle von 1260 ist das älteste erhaltene Domfenster.[131]

Zwischen 1304 und 1311 wurden die 17,15 Meter hohen Fenster des Oberchores eingesetzt; sie zeigen 48 Könige abwechselnd mit und ohne Bart. Vermutlich sind die Bärtigen die 24 Ältesten der Apokalypse, die Bartlosen die Könige von Juda, die alttestamentlichen Vorgänger Christi. Die Könige sind ungefähr 2,25 Meter hoch. Das Achsenfenster zeigt die Heiligen Drei Könige, wie sie Maria mit dem Kind huldigen. Die Gesamtfläche der Chorfenster beträgt 1350 m². Es ist einer der größten erhaltenen Glasmalerei-Zyklen des Mittelalters. Mittlerweile sind zwar viele Einzelheiten verloren gegangen, aber der ursprüngliche Farbklang erhalten.

Die spätmittelalterlichen Fenster im nördlichen Seitenschiff spiegeln das Ende der ersten Bauperiode des Domes wider. Aus der zweiten Bauperiode im 19. Jahrhundert finden sich typische Fenster im südlichen Seitenschiff wie das Bayernfenster. Verluste aus dem Zweiten Weltkriege zeigen sich teilweise bis heute, aber nach und nach werden provisorisch reparierte oder ersetzte Fenster restauriert oder durch moderne Fenster ersetzt. Das Neuste ist in der Südfassade das große Richter-Fenster aus dem Jahr 2007.[132]

Westfassade

Die Westfassade des Doms ist die größte Kirchenfassade, die jemals gebaut wurde. Sie hat eine Fläche von fast 7000 Quadratmetern und wurde erst im 19. Jahrhundert vollendet, folgt aber im Detail der von Dombaumeister Michael von Savoyen entwickelten mittelalterlichen Planung, die 1370 im sogenannten Fassadenriss F aufgezeichnet wurde. Eine Zeit lang wurde die Urheberschaft des Planes Dombaumeister Arnold († 1308) und seinem Sohn und Nachfolger Johannes († 1331) zugeschrieben. Jüngst hat Johann Josef Böker den Riss indessen als Werk des Dombaumeisters Michael von Savoyen identifiziert, der vom 1370 ins Amt gekommenen Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden um einen repräsentativen Entwurf gebeten worden ist.[133]

Im Südturm befindet sich das Petersportal. Es stammt von 1370/80 und ist das einzige original mittelalterliche Portal des Kölner Doms. Allerdings sind nicht alle Figuren mittelalterlich, sondern nur die ersten drei türseitigen auf der linken und die zwei ersten auf der rechten Seite des Gewändes. Die anderen Skulpturen stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die Figuren unterscheiden sich deutlich in der Farbe und der Bearbeitungsqualität. Die fünf mittelalterlichen Figuren sind deutlich von der Parler-Familie beeinflusst, mit welcher der in Köln tätige Baumeister Michael verwandt war.

Das Mittelportal (Hauptportal) ist 9,30 Meter breit und über 28 Metern hoch. Die Figuren sind vorwiegend von Peter Fuchs im 19. Jahrhundert geschaffen und von Erlefried Hoppe 1955 ergänzt worden. Das Nordportal ist das Drei-Königs-Portal. Es stammt von Peter Fuchs und wurde zwischen 1872 und 1880 geschaffen.

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Fünf Jahrhunderte Bauzeit: Nordfassade des Kölner Doms
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Hauptwerk der Neogotik: Südfassade des Kölner Doms

Südfassade

Die Südfassade ist von Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner entworfen worden, der seine Pläne mit Karl Friedrich Schinkel, Sulpiz Boisserée und König Friedrich Wilhelm IV. abgestimmt hat. Sie wurde zwischen 1842 und 1855 erbaut und gilt heute als eine der bedeutendsten und künstlerisch vollkommensten Werke der Neugotik. In der Fassade befinden sich links das Ursulaportal, in der Mitte das Passionsportal, und rechts das Gereonsportal.

Die Portalskulpturen wurden von Ludwig Schwanthaler 1847 entworfen und von Christian Mohr von 1851 bis 1869 in Stein gehauen. Die Skulpturen stellen einen Höhepunkt romantisch-nazarenischer Bildhauerkunst religiösen Inhalts in Deutschland dar. Die Portaltüren erneuerte 1948 Ewald Mataré. Ihm half dabei sein damaliger Schüler Joseph Beuys.[134] Mataré hatte eine starke Umgestaltung und Vereinfachung der Südfassade mit Beseitigung der reichen Schmuckformen beabsichtigt, die nicht ausgeführt wurde.[135]

Nordfassade

Mit dem Bau der Nordfassade war bereits im 14. Jahrhundert begonnen worden. Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner versuchte, diese in neugotischen Formen zu vollenden, die daher gegenüber der Südfassade Vereinfachungen zeigen. Links befindet sich das Bonifatiusportal, in der Mitte das Michaelsportal, rechts das Maternusportal.

Das Gesamtprogramm der nördlichen Querhausfassade des Doms befasst sich inhaltlich-thematisch mit der Gründungsgeschichte des Christentums. Es beginnt mit der Übergabe des Hirtenamtes an Petrus. Das Maternusportal zeigt speziell die Entstehung der Kölner Kirchenprovinz. Maternus gilt als erster Schüler Petri und war der erste Bischof Kölns. Er übertrug das „apostolische Lehramt auf den Kölner Stuhl“. Die sich darum herum gruppierenden Heiligen fungieren dabei als Zeugen für dieses Ereignis.

Turmhelme

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Hochgotische Planung: Doppeltürme mit Maßwerkhelmen
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Maßwerkhelm von innen

Charakteristisch für die Silhouette des Kölner Domes ist die Doppelturmfassade mit den beiden spitz aufragenden Turmhelmen. Sie wurden bei der Vollendung des Domes bis 1880 errichtet und sind daher eine Arbeit aus neugotischer Zeit. Die Realisierung folgte allerdings bis ins Detail der mittelalterlichen Planung, die in dem um 1370 von Michael von Savoyen entwickelten Fassadenriß F dargestellt ist.[136] Meister Michael hatte einen achteckigen, vollkommen durchbrochenen Turmhelm aus Maßwerk entworfen, der von einer mehrstufigen Kreuzblume bekrönt wird.[137] Offenkundig kannte er den von Erwin von Steinbach geplanten Turm des Freiburger Münsters und dessen Maßwerkhelm, entwickelte für Köln allerdings eine massigere Form, bei der das Oktogon sich nur schrittweise aus dem Viereck des Turmes herauszuentwickeln scheint.[138] Die aus Maßwerk gestalteten Turmhelme waren offensichtlich von der Goldschmiedekunst inspiriert, die vergleichbare Formen für Reliquiare oder Ziborien gefunden hatte. Nach objektiven funktionalistischen Kriterien waren durchbrochene Turmhelme nicht sinnvoll, weil sie keinen Schutz vor Niederschlägen boten und das Maßwerk ursprünglich keine statische Aufgaben übernehmen konnte. Dennoch wollten die Architekten mit diesen Lösungen, die die Grenzen des technisch möglichen ausloteten, unterstreichen, dass das Gebäude ein „ins Monumentale gesteigerte Reliquienschrein sein will“, der die Heiligen Drei Könige in seinem inneren beherberge.[139]

Es wird angenommen, dass die um 1370 durchgeführte, für damalige Zeit sehr aufwändige und in großer Genauigkeit vollzogene Planung nicht vom Dombaumeister allein, sondern unter Beteiligung mehrerer Meister erarbeitet wurde. Denn zahlreiche Motive und Gestaltungselemente dieser Planung wurden an anderen Gebäuden dieser Zeit realisiert, obwohl dieser Teil des Kölner Doms im Mittelalter nicht vollendet werden konnte.[140] Der Maßwerkhelm im Freiburger Münster blieb der einzige größere Maßwerkhelm, der im 14. Jahrhundert errichtet wurde.[141] Einen zweiten bedeutenden Maßwerkhelm schuf die mittelalterliche Gotik im 15. Jahrhundert auf dem Straßburger Münster. Die anderen bekannten Turmhelme – wie in Ulm oder in Regensburg – sind Werke der Neugotik.

Dach und Vierungsturm

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Vierungsturm von Erlefried Hoppe

Dach und Dachstuhl

Die Dachflächen des Kölner Doms nehmen über 12.000 m² ein.[142] Sie sind mit großformatigen 3 mm dicken Bleiplatten gedeckt, die zusammen rund 600 Tonnen wiegen.[143] Der Dachstuhl ist nicht aus Holzbalken, sondern aus Eisenträgern zusammengesetzt.[144]

Vierungsturm

Bereits der unvollendete mittelalterliche Dom hatte einen Dachreiter auf dem Chor, der 1744 durch einen Barocken ersetzt wurde. Der Barocke wurde 1812 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Ein neuer eiserner Turm wurde über der Vierung von 1860 bis 1861 im Stil des Historismus errichtet. Er wurde mit Zink gedeckt und war mit Wimpergen, Fialtürmchen und Wasserspeiern neugotisch dekoriert. Die Dekoration wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Das Turmäußere wurde von 1965 bis 1971 nach einem an den Art déco angelehnten Entwurf des Dombaumeisters Willy Weyres neu gestaltet: Die Wimperge wurden durch acht vom Dombildhauer Erlefried Hoppe entworfene Engel ersetzt.[145] Die Engel wurden von Hubert Bruhs aus Lärchenholz gefertigt und mit Blei verkleidet. Sie wiegen je 2,25 Tonnen und sind 4,10 Meter hoch. Auf dem Vierungsturm befindet sich anders als bei vielen Kirchen kein Kreuz, sondern ein Stern als Anlehnung an die Weihnachtslegende um die Heiligen Drei Könige.[146][147]

Skulpturen und Bauplastik

Von den zahlreichen Skulpturen am Außenbau und im Innenraum sind im Mittelalter nur die Figuren am Petersportal und der Zyklus der Chorpfeilerfiguren entstanden. Alle anderen wurden erst beim Weiterbau im 19. Jahrhundert geschaffen. Sie folgten dabei dem Figurenprogramm, das Sulpiz Boisserée entworfen hatte. Die über 1000 Einzelwerke gelten als das größte Ensemble und der umfangreichste Zyklus, der im 19. Jahrhundert geschaffen wurde. Die wichtigsten beteiligten Künstler waren Christian Mohr und Peter Fuchs.[148]

Pfeilerskulpturen im Chorbereich

An den Pfeilern des Hochchores befinden sich 14 Skulpturen, die Maria, Christus und die zwölf Apostel zusammen mit zwölf musizierenden Engeln darstellen. Diese Figuren wurden zwischen 1280 und 1300 in der Kölner Dombauhütte unter der Aufsicht von Meister Arnold geschaffen[149] und werden heute zu den Hauptwerken Europäischer Skulptur im ausgehenden 13. Jahrhundert gezählt.[150] Das Mittelalter hatte die Vorstellung entwickelt, die Aposteln als geistige Stützen der Kirche mit den Säulen eines Gewölbes zu vergleichen. 1248 hatte die Sainte-Chapelle in Paris diese Symbolik erstmals im Kirchenraum baulich verwirklicht, was in Köln von Meister Arnold aufgegriffen wurde. Die Engel wurden als Musikanten verstanden, die überirdische Musik machen.[151]

Die Figuren, die jeweils 2,15 Meter hoch sind, stehen auf einer Blattkonsole. Über den Aposteln erhebt sich je ein Baldachin, die einen Engel mit Musikinstrument tragen. Ein gesamtes Ensemble hat eine Höhe von 5,25 Metern. Der Künstler hat die Figuren aus Tuffstein gearbeitet, der bunt angemalt wurde.[152] Die aktuelle, 1840 aufgebrachte Bemalung soll sich getreulich an das damals vorgefundene Farbbild halten. Die gezeigten 39 verschiedenen Stoffmuster lassen sich alle im Mittelalter nachweisen.[153]

Die überschlanken Figuren in prachtvollen Gewändern lassen sich in ihrem Stil sowohl in die Tradition der Pariser als auch der Reimser Skulpturenkunst stellen.[154] Es wurde gewürdigt, dass sie in himmlischer Entrücktheit und lebhafter Gestik Zwiesprache untereinander zu halten scheinen.[155] Teilweise wurde allerdings angemerkt, dass Habitus und Gestik deutlich zur Überfeinerung tendiere.[156]

Skulpturen des Petersportals

Den Figurenschmuck des Petersportals im Südturm des Domes, haben Mitglieder der Baumeisterfamilie der Parler zwischen 1370 und 1380 geschaffen. Von den überlebensgroßen Figuren zeigen insgesamt fünf Skulpturen parlersche Gestaltung: Petrus, Andreas und Jakobus d.Ä. auf der Nordseite sowie Paulus und Johannes auf der Südseite des Portals. Sie zeichnen sich durch eine schwingende Haltung aus und durch eine fein gearbeitete Gestaltung der Gewänder, bei denen scharfe Saumkanten mit einem weicheren Faltenwurf kombiniert sind. Auch die Heiligen und Engel, die über den Figuren und in den Archivolten thronen, überzeugen durch ihre lebendige Darstellung. Die Bildhauer wollten durch ihre Darstellung erreichen, dass das Figurenprogramm nicht als flächige Schauwand, sondern als plastisch gestalteter Raum wahrgenommen wird, wenn der Besucher hindurchgeht.[157]

Statue des Christophorus

Die Statue des heiligen Christophorus im Kölner Dom ist eine monumentale Skulptur aus Tuffstein. Sie ist um 1470 entstanden und wird der Werkstatt des Meisters Tilman zugeschrieben. Sie ist am Übergang des südlichen Querhauses in den Chorumgang des Kapellenkranzes an einer Säule aufgestellt.[158]

Pfeilerskulpturen im Langhaus

Die Pfeilerfiguren im Langhaus stellen Heilige des Frankenreiches dar. In den Turmhallen sind Gestalten aus dem Alten Bund dargestellt. Die meisten der insgesamt 46 Figuren stammen von Peter Fuchs, die sechs des nördlichen Querhauses von Anton Werres, die Konsolen und Baldachine wurden bereits im 14./15. Jahrhundert geschaffen.[159]

Besondere Steinmetzarbeiten

Im Laufe der Jahre haben die diversen Kölner Domsteinmetze ihre Handschrift hinterlassen. Sie schufen in vielen Kapitellen und auf den beiden Türmen ein wahres Sammelsurium deutscher und vor allem Kölner Originale. Sie verewigten an der Fassade des Doms folgende Personen: Paul von Hindenburg, John F. Kennedy, Nikita Chruschtschow, Charles de Gaulle, Harold Macmillan, Dombaumeister Arnold Wolff sowie zahlreiche weitere bekannte Personen aus Sport, Politik und Köln.[160]

Ausstattung

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Christusfigur am Gerokreuz
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Dreikönigenschrein des Nikolaus von Verdun

Der Kölner Dom ist die zentrale Kirche des Erzbistums Köln und verfügt daher über eine überaus reiche künstlerische Ausstattung. Neben den bei den Chorkapellen bereits genannten Kunstwerken gehören dazu:

Dreikönigenschrein

Der Dreikönigenschrein ist im Chorraum zentral aufgestellt und dominiert ihn dadurch. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist in Europa die größte mittelalterliche Goldschmiedearbeit.

Der Schrein ist 220 cm lang, 110 cm breit, 153 cm hoch und im Stile einer Basilika gestaltet. Ihn schmücken 74 getriebene Figuren aus vergoldetem Silber. Den kostbaren Schrein gliedern und umschließen gegossene Metallkämme an den Giebelfeldern der Front- und Rückseite, farbige Bänder aus Emailstreifen, blaugoldene Inschriftenzeilen und edelsteinbesetzte Filigranplatten. Über 1000 Edelsteine und Perlen erhöhen seinen Glanz. Zahlreiche antike Gemmen und Kameen stellen schon alleine mit 300 geschnittenen Steinen weltweit die größte Bildsammlung antiker Bildsteine des Mittelalters dar. Der Schrein beherbergt die als Gebeine der heiligen drei Könige verehrten Reliquien und ist jährlich am 6. Januar das Ziel der Sternsingerwallfahrt.[161]

Gerokreuz

Das in der Kreuzkapelle aufgestellte Gerokreuz stammt aus der Zeit um 970. Es gilt als eine der ältesten monumentalen Darstellungen eines Gekreuzigten und als älteste nachantike Großplastik des Abendlandes. Sie zeigt Christus als Toten mit gesenktem Haupt. Das Antlitz mit gebrochenen Augen und leicht geöffnetem Mund gilt als sehr ausdrucksstark. Damit ist die Plastik ein herausragendes Beispiel für die damals neuartige Form, die Christus nicht mehr als Sieger, sondern leidend und menschlich zeigt. Das Kreuz ist nach Erzbischof Gero benannt, da er es für den Kreuzaltar im Alten Dom gestiftet haben soll. Dort war das Kreuz sehr prominent im Mittelschiff aufgestellt. Im gotischen Dom fand es einen weniger dominanten Platz, genoss als Gnadenbild aber weiterhin große Verehrung. Das Gerokreuz gilt heute als bedeutendstes Werk der Bildhauerkunst aus ottonischer Zeit.[162]

Ausstattung des Chores

Chorgestühl

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Eine von mehreren Blattmasken (rechts unten) an den Wangen des Chorgestühls

Das spätmittelalterliche Chorgestühl aus den Jahren 1308–1311 ist mit 104 Sitzplätzen das größte in Deutschland und reserviert als Besonderheit jeweils einen Platz für den Papst und den Kaiser. Das Chorgestühl ist reichhaltig geschnitzt. Weitere Schnitzereien befinden sich unterhalb der aufklappbaren Sitzflächen. Einige der Schnitzereien sind derb.[163]

Chorschrankenmalerei

Die Chorschrankenmalerei hat 21 erzählende Darstellungen, die 1332–1344 als Tafelbilder geschaffen wurden. Auf der Südseite wird die Geschichte der hl. drei Könige in sieben Bildern gezeigt. Die Bilder dokumentieren den Stolz der Besitzer über die Reliquien, die über Konstantinopel und Mailand endlich – als dritte Station – nach Köln gelangten.[164]

Chorobergadenmalerei

Die Obergadenwände des Chorraumes wurden 1838 von dem österreichischen Maler Edward von Steinle mit Engeln frescal bemalt. Die Engel sind umgeben von vergoldeter Ornamentgestaltung.

Fußbodenmosaik im Chor

Das Fußbodenmosaik des Chores ist etwa 1300 m² groß. Es wurde von 1885 bis 1892 von August Essenwein entworfen und von der Firma Villeroy & Boch in Mettlach verlegt.[165]

Das Fußbodenmosaik im Chor zeigt in einem umfangreichen theologisch-metaphorischen Bildprogramm das gesamte geistliche und weltliche Leben nach der Art des mittelalterlichen Weltbilds. Dazu gehören Kaiser und Papst. Vom Papst ausgehend durchziehen den Chor die vier Paradiesflüsse. Der Kaiser ist umgeben von den sieben freien Künsten und den Hauptkirchen der christlichen Nationen. Davon westlich werden die Lebensalter des Menschen und seine Tätigkeiten gezeigt. Im Chorumgang ist die Geschichte der Kirche in Köln anhand eines Katalogs der Bischöfe und Erzbischöfe abgebildet. In der Vierung sind die Tageszeiten, die vier Winde und die vier Elemente dargestellt.[166] Dort ist das Mosaik durch das Altarpodest verdeckt. In der Achskapelle wurde das Mosaik 1947 bei Ausgrabungen zerstört und ist nur noch in Bruchstücken vorhanden.[167] Es wurde durch einen Bodenbelag aus Mettlacher Tonplatten ersetzt.

Altäre

Hochaltar

Der Hochaltar wurde am 27. September 1322 geweiht. Seine Altarplatte, die aus einem Stück schwarzen Marmors geschaffen wurde, ist eine der größten Mensen des Christentums. Sie misst 452 cm × 212 cm bei einer Gesamtfläche von 9,58 m². Die Vorderseite des Altares ist noch original erhalten und zeigt im Zentrum die Marienkrönung mit je sechs Aposteln auf jeder Seite in den Arkaden. Die Seitenwände sind mit weißen Marmorarkaden verkleidet.[168] Sie wurden bei der Barockisierung entfernt und gegen 1900 ausgehend von den erhaltenen Originalen rekonstruiert.[169]

Clarenaltar

Der Clarenaltar (andere Schreibweise: Klarenaltar) ist zwischen 1350 und 1360 entstanden. Er ist einer der bedeutendsten Flügelaltäre des 14. Jahrhunderts in Deutschland und der älteste erhalten gebliebene Sakramentsaltar mit einem fest eingebauten Tabernakel. Er befand sich ursprünglich in der Kölner Klarissenkirche St. Clara. Nach St. Claras Abriss 1804 kam er in den Dom. Dort wurde er an der Nordseite vor dem beginnenden Querhaus aufgestellt.

Der Clarenaltar ist normalerweise geschlossen und zeigt so auf den Außenseiten der Flügel zwölf franziskanische Heilige. Er wird zum Festtag der heiligen Klara am 11. August geöffnet. Die erste Öffnung, die sogenannte Feiertagsöffnung, zeigt 24 Szenen aus dem Leben Jesu, unten die Kindheitsgeschichte und oben die Leidensgeschichte. Hier findet sich das selten in Wimpergen zu findende Motiv von Blattmasken. In der Mitte auf der Tabernakeltür ist die Gregorsmesse gemalt. Völlig offen ist er etwa sechs Meter breit und zeigt oben in plastischer Form Christus mit den Aposteln und unten die für Köln typischen weiblichen Büsten mit den Reliquien von Jungfrauen aus dem Gefolge der hl. Ursula. Auf seiner Rückseite wurde 1905 das neugotische Gemälde der Allerheiligsten Dreifaltigkeit hinzugefügt.[170][171][172]

Dreikönigsaltar

Der Dreikönigsaltar, auch Altar der Stadtpatrone genannt, gilt als wichtigstes Werk von Stefan Lochner und als ein Höhepunkt der mittelalterlichen Malerei in Köln. Es ist ein dreiflügliges Retabel, das seit 1809 im Dom steht. Der Altar wurde um 1445 vom Rat der Stadt in Auftrag gegeben um in der Ratskapelle aufgestellt zu werden. Auf dem Mittelbild thront die Gottesmutter Maria mit dem Jesusknaben und nimmt die Anbetung der Heiligen Drei Könige entgegen. Auf den Seitentafeln sind die Stadtheiligen abgebildet. Links findet sich die heilige Ursula mit Ätherius und einer großen Anzahl jungfräulicher Begleiterinnen. Auf dem rechten Außenflügel ist der heilige Gereon mit Angehörigen der Thebaischen Legion abgebildet. Mit der Darstellung wollte die Stadt Köln ihren Besitzanspruch an den Reliquien der Heiligen Drei Könige verbildlichen.[173] Lochner verschmolz in seinem Altarbild italienische Farbigkeit und flämischen Realismus in meisterlicher Weise mit der ihm eigenen idyllischen Heiterkeit und schuf mit dem Dreikönigsaltar ein Referenzwerk der sogenannten Kölner Malerschule.[174]

Agilolphusaltar

Der Agilolphusaltar ist nach dem Kölner Bischof Agilolf aus dem 8. Jahrhundert benannt. Er entstand um das Jahr 1520 und ist ein Antwerpener Retabel. Er ist einer der größten und bedeutendsten Antwerpener Schnitzaltäre mit Szenen aus dem Leben und der Passion Christi (ca. 5,50 m hoch und knapp sieben Meter breit). Er war einst der Hauptaltar im gotischen Ostchor der nahe dem Dom gelegenen Stiftskirche St. Maria ad gradus. Nach ihrem Abbruch 1817 gelangte er vermutlich in den Kölner Dom.[175] Er wurde umfangreich restauriert und im Juli 2012 mit einem Festgottesdienst im südlichen Domquerhaus eingeweiht.

Ausstattung der Vierung

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Vierungsaltar

In der Vierung sollte ursprünglich der Dreikönigsschrein aufgestellt werden. Da sie im Mittelalter allerdings nicht vollendet wurde, ließ man davon ab. Die Vierung wurde Anfang der 1960er Jahre zum neuen liturgischen Zentrum des Domes umgebaut.

Beim Umbau kam in den Dom auch der Vierungsaltar. Er wurde 1960 von Elmar Hillebrand gestaltet. Seine Seiten bestehen aus vier Bronzeplatten, welche mit stilisierten Trauben und Ähren, sowie mit Kugeln aus Cipollino verziert sind. Aus Cipollino ist auch seine Mensa (Altarplatte) geschaffen. Seine zierliche Größe (1 Meter hoch, 1,80 Meter breit und 1,18 Meter tief) ermöglicht auch weiterhin vom Kirchenschiff eine freie Sicht auf das Chorhaupt.[176]

Vor dem nordöstlichen Vierungspfeiler steht die Kathedra des Erzbischofs, die in poliertem Kirschbaumholz ausgeführt und von Willy Weyres entworfen wurde. Auf ihr zeigen zwei Reliefs die Schlüsselübergabe von Christus an Petrus und die Schlüsselübergabe von Petrus an Maternus, den ersten Bischof Kölns, der, einer Legende zufolge, Schüler Petri war. Über der Kathedra hängt das Wappen des amtierenden Erzbischofs.

Gegenüber der Kathedra ist die Kanzel aus Eichenholz angebracht, die auf das Jahr 1544 datiert ist und damit aus der Renaissance stammt. Sie ist mit Reliefs von Petrus und Paulus verziert.[176]

Die Vierung besitzt außerdem einen Ambo und ein Lesepult, die am westlichen Ende der Altarinsel stehen, welche in ihrer heutigen Form aus dem Jahr 1990 stammt.

In der Vierung stand ursprünglich auch das Sakramentshaus, das 1964 von Elmar Hillebrand geschaffen wurde. Es besteht aus Savonnier Kalkstein und wurde später in den Chor, an die Stelle des gotischen Sakramentshauses von 1508 versetzt, das bei der Barockisierung entfernt wurde.[169]

Rubens-Teppiche

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Triumph der Eucharistie: Tapisserien von Peter Paul Rubens

Im Langhaus werden während der Osterzeit acht große Tapisserien aufgehängt, die nach Entwürfen von Peter Paul Rubens gearbeitet wurden. Vier der Rubensteppiche zeigen Szenen des Alten Testaments, die auf die Eucharistie bezogen gedeutet werden, vier weitere Teppiche zeigen allegorische Darstellungen des Triumphs der Eucharistie. Die Bildwirkereien haben Formate von jeweils etwa vier Meter Höhe und drei bis mehr als sieben Meter Breite. Die spanische Infantin Isabella hatte 1627 bei Rubens zwanzig Wandteppiche für ein Kloster in Madrid in Auftrag gegeben. Die Brüsseler Teppich-Manufaktur Frans van den Hecke fertigte nach Rubens’ leicht abgewandelten Entwürfen über Jahrzehnte einzelne Teppiche und kleinere Zyklen, die 1687 gelieferten Rubens-Teppiche sind der größte erhaltene dieser Zyklen. Die Tapisserien hatte Wilhelm Egon von Fürstenberg, der Fürstbischof von Straßburg, dem Kölner Domkapitel geschenkt, vermutlich um seine angestrebte Wahl zum Kölner Erzbischof zu erreichen. Die Barockteppiche waren ursprünglich an den Chorschranken befestigt, gerieten dann aber in Vergessenheit und sind erst seit ihrer Restaurierung 1974 bis 1986 wieder im Dom zu sehen.[177][178]

Grabmale

Im Dom fanden und finden die Erzbischöfe von Köln ihre letzte Ruhestätte. Im und unterhalb des Domes sind 33 Erzbischöfe bestattet. Das Hochgrab des Erzbischofs Konrad von Hochstaden in der Johanneskapelle zeigt den Erzbischof als jugendliche Bronzefigur. In der Maternuskapelle ist das Hochgrab des Erzbischofs Philipp I. von Heinsberg inmitten einer Stadtmauer dargestellt, was als nachträgliche Billigung des Baus der Kölner Stadtmauer interpretiert wird.[179] Das Hochgrab von Erzbischof Friedrich von Saarwerden findet sich in der Marienkapelle. Die große bronzene Liegefigur der ungewöhnlich hohen Tumba zeigt Gesichtszüge, die als Porträt desjenigen Erzbischofs gelten, der die Westfassade 1370 beauftragt hat.[180]

Im Dom sind die folgenden Personen bestattet:

  • Gero
  • Rainald von Dassel
  • Philipp I. von Heinsberg
  • Engelbert von Berg
  • Konrad von Hochstaden
  • Irmgard von Süchteln
  • Walram von Jülich
  • Wilhelm von Gennep
  • Engelbert III. von der Mark
  • Friedrich III. von Saarwerden
  • Dietrich II. von Moers
  • Hermann IV. von Hessen
  • Philipp II. von Daun
  • Adolf III. von Schaumburg
  • Anton von Schaumburg
  • Ernst von Bayern
  • Ferdinand von Bayern
  • Maximilian Heinrich von Bayern
  • Joseph Clemens von Bayern
  • Clemens August von Bayern
  • Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels
  • Ferdinand August von Spiegel
  • Johannes Kardinal von Geissel
  • Paulus Kardinal Melchers
  • Philipp Kardinal Krementz
  • Hubert Theophil Simar
  • Antonius Kardinal Fischer
  • Felix Kardinal von Hartmann
  • Karl Joseph Kardinal Schulte
  • Josef Kardinal Frings
  • Joseph Kardinal Höffner
  • Joachim Kardinal Meisner

Einzige im Dom beigesetzte weltliche Fürsten sind

  • Richeza, Königin von Polen (995–1063)
  • Gottfried IV (1318–1368), letzter Graf von Arnsberg, der erbenlos seine Grafschaft an das Erzbistum verkauft hatte. (siehe Grabmal des Grafen Gottfried IV. von Arnsberg)
  • Graf Emundus von Friesheim (um 829), der sein Gau dem Kölner Dom vermachte.

Beleuchtung

Das Dominnere, das ansonsten vor allem in den Abendstunden recht düstern ist, wird seit Oktober 2008 computergesteuert von mehr als 1000 Leuchten erhellt. Damit „nicht immer eine Stimmung ist wie Allerseelen“, wie Kardinal Meisner die Lichtverhältnisse im Dom einmal kommentierte. Die neue Beleuchtung hat 80 programmierbare Einstellungen, die verschiedene Beleuchtungseffekte ermöglichen. Sie wurde mit rund 1.200.000 Euro vom Zentral-Dombau-Verein unterstützt.[181]

Von außen wird der Dom dank des Vereins Leuchtendes Rheinpanorama als einziges öffentliches Bauwerk Kölns die ganze Nacht angestrahlt.

Anbauten und Krypta

Eingangsbauwerk (Turmbesichtigung)

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Durch das Steinfundament wurde mit vielen kreisförmig angeordneten Kernbohrungen ein Zugang geschaffen. Schwarzer Basalt und relativ elastischer Tuff mit Kalkmörtel verbunden bilden ein Fundament, das Bodenerschütterungen abfedert.[182]

Jährlich wird der Südturm von rund 500.000 Touristen besucht. Da der Aufstieg lange Zeit im Innenraum des Domes begann, störte dies häufig die Gottesdienste. Daher wurde 2009 ein separater Eingang durch ein neben dem Turm errichtetes Bauwerk eröffnet, mit dem der Kölner Architekt Kaspar Kraemer einen Weg durch die mittelalterlichen Fundamente des Turms zu einem 120 m² großen Raum geschaffen hat. Hier befinden sich die Zugänge zur Besteigung und zu den umfangreichen Ausgrabungen unter dem Fußboden des Doms sowie ein Kiosk. Außerdem sind das Dom-Parkhaus und eine Toilettenanlage erreichbar.

Der Südturm kann zu den Öffnungszeiten[183] bestiegen werden. Durch den Turm führt eine enge Wendeltreppe, auf der zwei Personen gerade aneinander vorbeikommen. Nach 291 Stufen ist auf einer Höhe von circa 53 Metern der Glockenstuhl erreicht, wo das Domgeläut besichtigt werden kann. Nach weiteren 95 Stufen endet die Wendeltreppe in etwa 70 Metern Höhe. Von hier führt eine Metalltreppe zur Plattform des Südturms in rund 97 Metern Höhe, von wo Aussicht auf die Umgebung besteht.

Domschatzkammer

Die neue Domschatzkammer hat sechs Räume auf drei Etagen mit etwa 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Ausgestellt sind kostbare Reliquiare, liturgische Geräte und Gewänder sowie Insignien der Erzbischöfe und Domgeistlichen vom 4. bis zum 20. Jahrhundert, mittelalterliche Skulpturen und fränkische Grabfunde. Die Domschatzkammer wurde in den ausgebauten historischen Kellergewölben des 13. Jahrhunderts neu eingerichtet und am 21. Oktober 2000 eröffnet. Sie liegt an der Nordseite des Domes. Ihr Eingangsbereich ist ein von dunklen Bronzeplatten umhüllter, umstrittener Kubus.

Die alte Domschatzkammer lag im nördlichen Querhaus. In sie wurde in der Nacht zum 2. November 1975 eingebrochen, obwohl sie damals als optimal gesichert galt. Drei Einbrecher drangen mit Strickleitern und Bergsteigerausrüstung durch einen Lüftungsschacht ein. Sie stahlen wertvolle Monstranzen und Kreuze und konnten mit Hilfe der Kölner Unterwelt gefasst und zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt werden. Sie hatten jedoch bereits einen Teil ihrer Beute, wie die goldene Monstranz von 1657, eingeschmolzen.

Krypta

Eine moderne dreischiffige Krypta entstand 1960 in einem Teil des Ausgrabungsbereiches unter dem Hochchor. Die Krypta wurde von Dombaumeister Willy Weyres entworfen und im leicht erhöhten Mittelschiff von Erlefried Hoppe mit einer Stuckdecke gestaltet.[184]

Östlich schließt sich hinter einem schmiedeeisernen Gitter von Paul Nagel die erzbischöfliche Gruft an. Sie entstand zwischen 1958 und 1969 auf Initiative von Joseph Kardinal Frings und enthält die Grabkammern mehrerer Erzbischöfe seit dem 19. Jahrhundert.[185]

Orgeln

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Auf der Empore: die Querhausorgel
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Akustisch gut im Langhaus positioniert: die Schwalbennestorgel

Der Kölner Dom besitzt zwei Hauptorgeln, die von der Orgelmanufaktur Klais aus Bonn errichtet wurden: Die Querhausorgel wurde 1948 auf einer Empore in der nördlichen Vierung fertiggestellt, die Langhausorgel wurde 1998 als Schwalbennestorgel im Langhaus aufgehängt. Beide Orgeln lassen sich von einem gemeinsamen Spieltisch aus anspielen, ebenso ein Hochdruckwerk, das 2006 im Westbau des Domes eingebaut wurde.[186]

Die Querhausorgel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der nordöstlichen Ecke der Vierung gebaut, als der Dom noch nicht wiederhergestellt war, sondern das Langhaus noch durch eine Schildwand vom Querhaus und Altarraum getrennt war. Die Querhausorgel wurde 1948 anlässlich der 700-Jahr-Feier des Domes eingeweiht. Sie wurde 1956 und 2002 erweitert und verfügt heute über 88 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Langhausorgel wurde im Jahre 1998 als Schwalbennestorgel mit 53 Register gebaut. Sie behob die unbefriedigende Klangsituation der Nachkriegszeit insbesondere des liturgischen Orgelspieles. Sie ist im gotischen Kirchenraum akustisch gut positioniert, allerdings unterbricht sie das von den Neugotikern des 19. Jahrhunderts gewünschte Raumkontinuum von Langhausmittelschiff, Vierung und Hochchor. Im Jahr 2006 wurde schließlich das Orgelensemble im Dom um ein Hochdruckwerk (Bombardewerk) mit zwei Hochdruckregistern erweitert.[187]

Domorganist ist seit 2002 Winfried Bönig[188], der Clemens Ganz nachfolgte. Zweiter Organist ist seit 1994 Ulrich Brüggemann.[188]

Zusätzlich besitzt der Dom zwei kleine Orgeln, die in der Marienkapelle und in der Sakramentskapelle aufgestellt sind.[189]

Glocken

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Petersglocke (Dicker Pitter) (Glockenstube Südturm)

Der Kölner Dom hat elf Glocken. Acht hängen im Südturm und bilden das Hauptgeläut. Darunter ist seit 1924 die Petersglocke, die von den Kölnern liebevoll als D’r decke Pitter oder einfach als decker Pitter (d. h. dicker Peter) bezeichnet wird. Sie ist eine der größten schwingend geläuteten Kirchenglocken und wiegt rund 24 Tonnen. Sie wurde 1923 von Glockengießermeister Heinrich Ulrich in Apolda gegossen. Sie ersetzte die etwa 26 Tonnen schwere Kaiserglocke (Gloriosa) von 1875, die 1918 zu Rüstungszwecken eingeschmolzen wurde. Im Südturm hängen auch zwei große spätmittelalterliche Glocken: Die Pretiosa von 1448 und die Speciosa von 1449.

Drei weitere Glocken hängen im Dachreiter über der Vierung: Die kleine Mettglocke von 1719 und die beiden ältesten Glocken des Domes: die Angelusglocke und die Wandlungsglocke, beide aus dem 14. Jahrhundert.

Domuhr

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Im Langhaus: Kölner Domuhr von Johann Mannhardt

Der Kölner Dom besaß schon im 14. Jahrhundert eine große astronomische Kunstuhr, welche zur Mittagszeit den Figurenumlauf der Heiligen Drei Könige zeigte, die dem Christkind huldigten. Um 1750 wurde diese Uhr abgebrochen und der Legende nach im Rhein versenkt.[190] Der Kölner Uhrmacher Siegmund Bertel fertigte 1787 eine schmiedeeiserne Uhr an, die bis 1877 im Betrieb blieb. Von ihr ist ein großes, polychrom bemaltes Holzzifferblatt mit Stundenzeiger und barocker Umrandung erhalten. Aufgrund von konstruktionsbedingten Ungenauigkeiten und ständigen Reparaturen wurde 1878 beschlossen, ein vollständig neues Uhrwerk bei der Königlich-bayerischen Hof=Thurmuhrenfabrik von Johann Mannhardt anfertigen zu lassen. Das große Uhrgehäuse aus Eichenholz in neugotischer Ausgestaltung entwarf der Bildhauer Richard Moest.

Die Uhrenanlage, die sich über eine Höhe von insgesamt fast 60 Metern erstreckt, wurde am 9. April 1880 in Betrieb genommen. Das Uhrwerk ist eines der letzten in Betrieb befindlichen Uhrwerke Mannhardts und ist im ursprünglichen Zustand erhalten. Es besitzt ein sogenanntes Freischwingendes Pendel, welches eine extrem hohe, nahezu wetterunabhängige Ganggenauigkeit besitzt. Es wurde 1862 von Johann Mannhardt vorgestellt. Durch das Fehlen von Schmierstoffen wie Öl und Fett an dieser Pendeleinrichtung reagiert das Uhrwerk kaum auf Wettereinflüsse. Johann Mannhardt lieferte unter anderem auch Turmuhren für die Frauenkirche München, das Rote Rathaus in Berlin, oder in den Vatikan in Rom. Die ursprüngliche Erfindung des Freischwingenden Pendels geht jedoch auf den Geistlichen Josef Feller (1823–1893) zurück.

Das Zifferblatt ist zusammen mit den Schlagglocken im Innern des Doms am Maßwerk angebracht, das das äußere südliche Seitenschiff von der Turmhalle trennt. Daher wird die Uhr auch Langhausuhr genannt.[191] Die Zifferblattanlage wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Das Uhrwerk blieb erhalten und wurde zunächst ohne Zifferblatt als Stundenschlagwerk weitergenutzt, bis im Januar 1989 durch die Firma Royal Eijsbouts in Asten (Niederlande) das Uhrwerk gereinigt und ein neues durchbrochenes Zifferblatt nach den noch existierenden historischen Plänen angefertigt wurde. Im Gegensatz zum Original wurde dieses aber nur noch einseitig rekonstruiert.[192]

Der Viertel- und Stundenschlag erfolgt im Dominnenraum auf zwei historische Uhrschlagglocken, die von einer der Vorgängeruhren stammen. Der Schlag im Glockenstuhl des Südturmes erfolgt auf die Ave- bzw. Kapitelsglocke (Fa. Otto, Bremen-Hemelingen, 1911). Der Aufzug der drei schweren Gewichte erfolgt täglich von Hand mittels einer Kurbel. Die Domuhr überzeugt auch heute noch durch eine große Ganggenauigkeit, ohne Zuhilfenahme von elektrischen Zusatzeinrichtungen. Eine erneute Restaurierung, bei der die in der Vergangenheit verlorenen Vergoldungen des Uhrwerks wieder hergestellt wurden, erfolgte im Frühjahr 2018 durch den für die Uhr zuständigen Uhrmachermeister und Restaurator Christian Schnurbus, Düsseldorf.[193]

Verwaltung des Doms

Das Domgebäude gehört einer juristischen Person des öffentlichen Rechts, die offiziell Hohe Domkirche zu Köln heißt.[194][195] Da diese keine eigenen Vertretungsorgane besitzt, bedient sie sich des Kölner Domkapitels, das selbst eine eigene Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Das Domkapitel vertritt die Hohe Domkirche im Rechtsverkehr und nimmt das Hausrecht wahr. Es besteht aus 16 Domherren (zwölf residierende und vier nichtresidierende Domherren). An dessen Spitze stehen ein Dompropst und ein Domdechant. Dompropst ist seit April 2015 Prälat Gerd Bachner.

Für Ordnung und Sicherheit im Dom sorgen Domschweizer, seit dem Frühjahr 2019 auch Domschweizerinnen,[196] unterstützt von einem privaten Sicherheitsdienst.[197]

Den Kölner Dom zu erhalten, kostet etwa zwölf Millionen Euro pro Jahr. Rund 60 % davon sind für Restaurierungsarbeiten notwendig, 40 % für Personal- und Nebenkosten (ohne Priestergehälter).[198]

Von diesen Ausgaben muss etwa 5 Millionen Euro (rund 43 %) das Domkapitel aufbringen. Dazu nutzt es die Eintrittsgelder für die Turmbesteigung, für die Schatzkammer und für die Domführungen, die Gelder aus den Kerzenopfern und aus Kollekten. Etwa ein Viertel der Summe kann aus Kapitalerträgen gedeckt werden. Um die benötigte Summe vollständig aufbringen zu können, wurde 2011 die Kulturstiftung Kölner Dom gegründet, die weitere Spenden einwirbt. Das Stiftungsvermögen lag Ende 2017 bei 1,55 Millionen Euro.[199]

Aus den Kirchensteuer-Einnahmen des Erzbistums erhält der Dom rund 2 Millionen Euro. Rund 3,7 Millionen Euro finanziert der Zentral-Dombau-Verein zu Köln, der einen Teil hiervon aus staatlichen Lotteriemitteleinnahmen erhält, und knapp 1,1 Millionen Euro übernehmen das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Köln. Die Gelder des Vereins und die öffentlichen Gelder werden ausschließlich für Baumaßnahmen verwendet.[200] Für alle Arbeiten am Dom ist die Kölner Dombauverwaltung zuständig; durchgeführt werden sie von der Dombauhütte.

In der Bilanz des Erzbistums Köln wird das Gebäude des Domes nur mit einem symbolischen Euro geführt, weil die Kathedrale keinen Marktwert habe.[201] Wenn der Dom nochmals neu gebaut werden müsste, würde das rund 10 Milliarden Euro kosten.[202]

Ökologie des Doms

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Moose und Flechten am Kölner Dom

Der Kölner Dom ist laut der Biologin Iris Günthner „ein 157 Meter hoher Felsen, an dem Dutzende Tier- und Pflanzenarten leben“. Sie erforschte 14 Jahre lang Flora und Fauna rund um dem Dom. Der Dom ist von Lebewesen aller Art besiedelt: Von verschiedenen Insektenarten zu Mäusen, Möwen, Turmfalken, Ringeltauben, Hausrotschwänzen, Zwergfledermäusen und Krähen. Auch wurden Nachlassenschaften einer Schleiereule gefunden. Zudem leben dort Bakterien, Flechten und Moose bis hin zu Blütenpflanzen wie Flieder, Sträuchern und kleinen Bäumen. Der Dom weist geschätzt 1000 Tonnen Biomasse auf und erhält seine „farbenfrohe Patina“ von chlorophyllhaltigen Pflanzen.[203]

Dass am Dom wieder Flechten wachsen, zeigt der ehemaligen Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner auch, dass der saure Regen nachgelassen hat.[203] Auf den Domsteinen wachsen auch Cyanobakterien, die sich durch Sonnenstrahlung dunkel verfärben und Photosynthese betreiben: „Mithin produziert der Dom Sauerstoff und trägt zur Luftverbesserung der Kölner Innenstadt bei“, vergleichbar mit der Sauerstoff-Produktion eines Wäldchens, so Günthners Kollege Bruno P. Kremer.[204]

Über einer Werkstatt der Dombauhütte wurde im Sommer 2014 ein Bienenvolk angesiedelt,[205] im Jahr darauf zwei weitere, so dass 2015 rund 120.000 „Dombienen“ 50 Kilogramm Honig produzierten, der allerdings nicht frei verkauft wird.[206]

Domumgebung

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Auf Höhe des Domes: Platzsituation von Osten

Im Mittelalter war der Torso des Domes eng umbaut. Lediglich die Fassaden des Domes standen frei. Das Portal im Westen konnte ebenerdig betreten werden; zum Südportal gab es einige Stufen. Lediglich im Norden musste ein größerer Höhenunterschied mit einer Treppe von 28 Stufen überwunden werden, um zum Domportal zu gelangen. Im 19. Jahrhundert wurde der Dom als nationales Denkmal freigestellt. Rings um den Dom wurden axiale Plätze frei geräumt und als Grünanlagen gestaltet. Gleichzeitig wurde das Höhenrelief verändert und der Dom auf einen Hügel gestellt, so dass der Eindruck eines Denkmals entstand, das sich über der Stadt frei erhebt. Dies folgte dem Verständnis des Historismus von monumentaler Architektur. Mit zunehmendem Stadtverkehr wurde der Dom allerdings zu einer umbrandeten Verkehrsinsel.[207]

Nach dem Weltkrieg mühte sich der mit dem Wiederaufbau beauftragte Architekt Rudolf Schwarz, den Dom aus seiner räumliche Isolation zu befreien. Allerdings konnte erst mit der von Fritz Schaller bis 1970 verwirklichten Domplatte „die Domumgebung vollkommen neu erfunden“ werden, indem die Stadt auf die Höhe des Domes angehoben wurde. Das mit Granitplatten gestaltete Plateau für Fußgänger band den Dom zwar an die Fußgängerzone an, schuf an ihren Kanten mit Tunneln, Passagen und dunklen Ecken allerdings sehr unbefriedigende Stadträume, die zunehmend kritisiert wurden. Erst durch eine umfassende Stadtreparatur, die 2006 mit dem Neubau einer großzügigen Treppenanlage zum Bahnhofvorplatz begann und noch andauert, konnte das Bild des Domhügels in moderner, zeitgemäßer Kontur wiedergewonnen werden.[208]

Literarische Verarbeitung

Domsage

Über den Dombau sind im Mittelalter mehrere Sagen entstanden, die auf phantasievolle Weise den Wagemut des Bauprojekts, den Unfalltod des ersten Dombaumeisters Gerhard und die lange Bauzeit mit der Nichtvollendung des Domes verbanden.[209] In der Version von Ludwig Bechstein ließ sich der Baumeister vom Teufel zu einer Wette überreden, dass dieser eine Wasserleitung von Trier bis Köln bauen könne, bevor der Dom fertig werde. Als Gerhard entdecken musste, dass er die Wette verloren habe, habe er sich vom Baugerüst gestürzt; die Baupläne seien verbrannt.[210] Eine andere Sage berichtet, der Baumeister habe sich durch eine kluge List seiner Frau zwar aus der Teufelswette erretten können. Danach aber sei das Bauwerk ein Torso geblieben.[211] An einem Pfeiler des Chores haben Steinmetze einen Wasserspeier gestaltet, der als Darstellung der Sage interpretiert wird.[212]

Heinrich Heine

Heinrich Heine kritisierte 1844 das Vorhaben, den Dom zu vollenden, als ahistorisch. In Caput IV seines Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen schrieb er:

Doch siehe! dort im Mondenschein
Den kolossalen Gesellen!
Er ragt verteufelt schwarz empor,
Das ist der Dom von Köllen.

Er sollte des Geistes Bastille sein,
Und die listigen Römlinge dachten:
In diesem Riesenkerker wird
Die deutsche Vernunft verschmachten!

Da kam der Luther, und er hat
Sein großes »Halt!« gesprochen –
Seit jenem Tage blieb der Bau
Des Domes unterbrochen.

Er ward nicht vollendet – und das ist gut.
Denn eben die Nichtvollendung
Macht ihn zum Denkmal von Deutschlands Kraft
Und protestantischer Sendung.

Besonderheiten

  • Der Dom ist heute keine Pfarrkirche der Domgemeinde mehr. Seit 2010 ist er von der Pfarrseelsorge exemt.[213]
  • Innerhalb der katholischen Kirche wird das Amt des Dompredigers nur noch am Kölner Dom besetzt. Er hat die Aufgabe, die heilige Messe an allen Sonn- und Feiertagen um 12 Uhr zu zelebrieren.[214]
  • Für den Bonner Bundestag hatte der Bundeskanzler Konrad Adenauer zu jedem Donnerstag um 8:40 Uhr einen Gottesdienst festgesetzt, zu dem die Glocken des Kölner Doms geläutet wurden. Das Abspielen dieses Glockengeläutes hat der deutsche Bundestag auch nach seinem Umzug nach Berlin beibehalten.[215]
  • Im Verlauf des vom 14. bis zum 16. August 1848 gefeierten Festes zur 600. Wiederkehr der Grundsteinlegung verunglückte am 15. August eine Frau, wie die Düsseldorfer Zeitung zwei Tage später berichtete: „Ein von dem Thurme des Domes gestürzter Stein traf ein unter der Menge von Zuschauern am Thurme stehendes Frauenzimmer auf den Kopf, so daß dasselbe, ohne ein Lebenszeichen von sich zu geben, todt zur Erde fiel.“
  • Mitte der 1960er-Jahre stellte der Kölner Dom seine beiden nördlichen Seitenschiffe auch islamischen Gottesdiensten türkischer Arbeitsmigranten zur Verfügung. So breiteten beispielsweise zum Ende des Ramadan 1965 um die 400 Muslime ihre Gebetsteppiche im Kölner Dom aus, um mit Gebeten und religiösem Gesang das Ende des Fastenmonats zu feiern.[216] Die damalige Dompropstei betonte Journalisten gegenüber, dass das Bereitstellen von Möglichkeiten für die Gottesdienste Andersgläubiger in Kölner Kirchen „durchaus nichts Ungewöhnliches“ sei.[217]
  • Kritisch äußerte sich noch im 20. Jahrhundert der Kölner Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll zur Domvollendung. In einem Essay aus dem Jahr 1966 nannte er die Türme des Doms einen „geschichtlichen Irrtum“ und schrieb über den Bau selbst

„... ohne Türme wäre er ja auch viel schöner; ein solches Bauwerk baut man doch nicht fertig. Der romantische Traum von der geeinten Nation und der Wacht am Rhein musste diese peinliche Perfektgotik nicht nur planen, auch noch vollbringen; ordentlich, fix und fertig, wo der Rhein doch der Fluss der Romantik ist und Köln eine Stadt der romanischen Kirchen.“

Heinrich Böll in „Der Rhein“[218]

Zahlen und Fakten

Bauzeit 632 Jahre (1248 – 1880) Mit rund 300 Jahren Bauunterbrechung (1528 – 1823)
Vermutlich nach dem Bau der Chinesischen Mauer die längste Bauzeit eines Gebäudes[219]
Außenmaße 144,58 m Gesamtlänge[220]
86,25 m Gesamtbreite[220]
Westfassade 61,54 m Breite[220]
fast 7000 m² Fläche[221]
Die Kölner Westfassade ist die größte Kirchenfassade der Welt.[219]
Höhe Nordturm 157,38 m[220]
Südturm 157,31 m[220]
Dachreiter 109,00 m[220]
Der Dom war bis zum Bau des Washington Monuments (1884) das höchste Gebäude der Welt:[219]
533 Stufen bis zur Turmspitze[220] (97,25 m = 152,5 m über NN)
Breite der Kreuzblume auf der Turmspitze 4,60 m[222]
Querhausfassaden Höhe 69,95 m[220]
Breite 39,95 m[220]
Innenraum Maße 43,35 m Höhe Mittelschiffe[220]
19,80 m Höhe Seitenschiffe[220]
45,19 m Breite Langhaus[220]
Nachhallzeit 13 Sekunden[223]
Fläche 7914 m² überbaute Fläche[220]
6166 m² innere Nutzfläche[224]
Bauvolumen ca. 407.000 m³ umbauter Raum (ohne Strebewerk)[220]
ca. 300.000 t verbaute Steinmasse
120.000 t Gewicht des Aufgehenden Mauerwerks, mindestens nochmals so viel für das Fundament[225]
Fensterfläche ca. 10.000 m²[220] Glasfläche entspricht der eines 30stöckiges Hochhauses[225]
Dach Dachfirst in 61,10 m Höhe[220]
ca. 12.000 m² Dachfläche[220]
ca. 600 t Gewicht der Bleideckung[225]
Der Dachstuhl aus Stahl war bis zum Eiffelturm (1889) die größte Stahlkonstruktion der Welt[219]
108 Wasserspeier zur Ableitung der Niederschläge
Glocken 11 läutbare Glocken
Größte Glocke Ø 3,22 m, 24.000 kg[225]
Der „Decke Pitter“ („Dicker Peter“) war bis 2018 die größte freischwingende Glocke der Welt.[226]
Plätze ca. 1200 Sitzplätze[220]
ca. 2800 Stehplätze[220]
104 Sitze im größten Chorgestühl Deutschlands[219]
Besucher 6 Millionen jährlich[220]
20.000 bis 30.000 täglich[220]
Kosten Unterhalt ca. 12 Mio. € pro Jahr[227]
Wiederherstellung ca. 10 Mrd. €[228]
Postanschrift Domkloster 4, 50667 Köln

Siehe auch

Bild anzeigen Portal: Kölner Dom – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kölner Dom
  • Liste der zum UNESCO-Welterbe zählenden Kirchengebäude
  • Nationale Symbole für Deutschland

Literatur/Medien

Allgemeine Darstellungen

  • Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-15737-0.
  • Paul Clemen (Hrsg.): Der Dom zu Köln. (Reprint der 2., vermehrten Auflage). Schwann, Düsseldorf 1980, ISBN 3-590-32101-6 (Erstausgabe: 1937, Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 6, Teil III).
  • Max Hasak: Der Dom des heiligen Petrus zu Köln am Rhein. Verlagsbuchhandlung Hermann Walther, Berlin 1911 (Commons).
  • Wolf Schneider: Der Kölner Dom – Wie die Deutschen zu ihrem Weltwunder kamen. Gruner und Jahr, Hamburg 1991, ISBN 3-570-09259-3.
  • Marc Steinmann: Audioguide – Kölner Dom. Verlag Kunst+Reise, Köln 2009 (App für iPhone und iPad).
  • Arnold Wolff: Der Dom zu Köln. (bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner). Greven, Köln 2015, ISBN 978-3-7743-0658-5.
  • Arnold Wolff, Toni Diederich (Hg.): Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Verlag Kölner Dom, Köln 1990, ISBN 3-922442-11-0.
  • Der Kölner Dom. Meisterhaftes Bauwerk. (Alternativtitel: Superbauten: Der Kölner Dom.) Dokumentation und Doku-Drama, Deutschland, 2010, 43:22 Min., Buch: Judith Voelker, Christian Twente, Regie: Mira Thiel, Judith Voelker, Moderation: Sebastian Koch, Produktion: ZDF, Reihe: Superbauten, Erstsendung: 14. März 2010 im ZDF, Dossier, verfügbar bis 14. März 2020.

Weiterführende Literatur und Medien

Eine umfangreiche Literatur- und Medienliste findet sich in der Bibliothek des

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.

Weblinks

Bild anzeigen Portal: Kölner Dom – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kölner Dom
Bild anzeigen Commons: Kölner Dom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • koelner-dom.de – Portal des Metropolitankapitels am Hohen Dom zu Köln
  • Digitalisierte Archivbestände zum Domstift im digitalen Historischen Archiv Köln
  • Dombauhütte Köln
  • domkirche.de – Portal zur 750-Jahrfeier des Kölner Doms 1998
  • Kölner Dom auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
  • UNESCO Welterbe Kölner Dom – Deutsche UNESCO-Kommission
  • Dom für Kinder (Memento vom 7. April 2019 im Internet Archive)

Publikationen

  • Publikationen der Diözesanbibliothek Köln
  • Artikel über den Kölner Dom. In: koeln-magazin.info

Audios, Videos, Fotos

  • Die Bauphasen des Kölner Domes und seiner Vorgängerbauten (YouTube-Video, 9:59 Min.)
  • Dokumentation zum Dom (YouTube-Video, 43:45 Min.)
  • Das Geläut des Domes. In: WDR, Glockenpforte
  • Foto: Domfassade Anfang der 1950er-Jahre In:
  • WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Mosaik. Gespräch am Samstag vom 1. Dezember 2018

Einzelnachweise

  1. Klaus Hardering: Kölner Domblatt. Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins. Band 75. Verlag Kölner Dom, Köln 2010, ISBN 978-3-922442-69-1, Anmerkungen zum Patrozinium des Kölner Domes, S. 260–272.: „Für ein Marienpatrozinium sind ebenfalls verschiedene Belege zu finden, doch beziehen sich diese lediglich auf einen entsprechenden Altar oder aber auf einen östlichen Chor des alten Domes, nicht aber auf das Dompatrozinium generell.“
  2. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, Der Kölner Dom und die Kathedralen der Ile-de-France, in: Dombau und Theologie im mittelalterlichen Köln, Festschrift zur 750-Jahrfeier der Grundsteinlegung des Kölner Domes und zum 65. Geburtstag von Joachim Kardinal Meisner (Studien zum Kölner Dom Band 6), Köln 1998, S. 15–47.
  3. Thomas Becker: Der Kölner Dom. Kulturgeschichtliche Impressionen, Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "DomStadt" der Thomas Morus-Akademie Bensberg im Kölner Dom am 29. Oktober 2001
  4. Der britische Kunstschutzoffizier Michael Ross notierte: „Ein Wunder, dass sie noch stand, die einzige Kirche - in der ganzen City fast das einzige bedeutende Gebäude, das nicht eine vollständige Ruine war.“ zit. nach Niklas Möring: Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg, Köln 2011, S. 94.
  5. Andreas Rossmann: Die Wucht am Rhein, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. September 2017; FAZ
  6. Neuerscheinung: »Der Schrein der Heiligen Drei Könige«. In: dombau-koeln.de, 18. Oktober 2006, aufgerufen am 29. Januar 2017.
  7. Georg Schelbert, Die Chorgrundrisse der Kathedralen von Köln und Amiens, in: Kölner Domblatt 62 (1997), S. 89–106.
  8. Arnold Wolff: Trachyt vom Drachenfels. In: koelner-dom.de, aufgerufen am 29. Januar 2017.
  9. Johann Josef Böker: Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 38ff
  10. Johann Josef Böker: Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 96
  11. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 8
  12. Johann Josef Böker: Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 112f
  13. Münzfund vom 14. April 1994 vier Meter unter dem Südturm
  14. Grundrisszeichnung des Südturmes, heute in Wien. Vgl. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 100f
  15. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 141ff.
  16. Der Vorschlag von M. Steinmann, die Entstehung des Fassadenplan F auf die Jahre um 1280 zu legen, ist inzwischen detailliert von J.J. Böker widerlegt worden. Marc Steinmann: Die Westfassade des Kölner Domes. Der mittelalterliche Fassadenplan F, Köln 2003, S. 253. Dagegen: Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018.
  17. Arnold Wolff, Kölner Dom, Köln 2015, S. 7f
  18. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 141
  19. Koelhoffsche Chronik: Chron. d. deutschen Städte XIII, S. 176
  20. Paul Clemen: Der Dom zu Köln. In: Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. 6 III, S. 62–63.
  21. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, S. 8f
  22. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, S. 9
  23. Leonard Ennen, Der Dom in Köln von seinem Beginne bis zu seiner Vollendung: Festschrift gewidmet den Freunden und Gönnern aus Anlass der Vollendung vom Verstande des Central-Dombauvereins, 1880, S. 79
  24. Carola Maria Werhahn, Die Stiftung von Victor von Carben (1423–1515) im Kölner Dom, 2010, S. 141
  25. Harald Friese: Der Kölner Dom. 2003, ISBN 3-89836-268-X, S. 29.
  26. Arnold Wolff: Dom-Kran. In: koelner-dom.de, aufgerufen am 29. Januar 2017.
  27. Gerhard Curdes, Markus Ulrich: Die Entwicklung des Kölner Stadtraumes, Der Einfluß von Leitbildern und Innovationen auf die Form der Stadt. Dortmund 1997, S. 83.
  28. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 101
  29. Folio NZZ: Wenn der Dom fertig ist, geht die Welt unter
  30. Harald Keller: Goethes Hymnus auf das Straßburger Münster und die Wiedererweckung der Gotik im 18. Jahrhundert, München 1974, S. 81
  31. Ansichten vom Niederrhein, von Brabant, Flandern, Holland, England und Frankreich, im April, Mai und Junius 1790, 3 Bd. Berlin 1791–1794 gedruckt in Werke, Frankfurt/M. 1969, II, S. 464.
  32. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln. (bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner), Köln 2015, S. 9
  33. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2004, S. 103
  34. Arnold Wolff: Ansichten, Risse und einzelne Theile des Domes von Köln: das Domwerk des Sulpiz Boisserée. In: Annemarie Gethmann-Siefert (Hrsg.): Kunst als Kulturgut. Die Bildersammlung der Brüder Boisserée, ein Schritt in der Begründung des Museums. Bouvier, Bonn 1995, ISBN 3-416-02323-4, S. 185–196.
  35. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2004, S. 103
  36. Statuten des vom preußischen König genehmigten Zentral-Dombau-Vereins
  37. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 45f
  38. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 48
  39. Planet-Wissen.de: Superlative des Kölner Doms
  40. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 50f
  41. Angela-Maria Corsten: Das Dombaufest von 1880, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 53ff
  42. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 46
  43. Planet Wissen: Kölner Dom
  44. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 44f
  45. Planet Wissen: Kölner Dom
  46. Himmel und Erde online: Kölner Dom - ewige Baustelle
  47. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 48ff
  48. Arnold Wolff: Die Vollendung des Doms im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 46
  49. Der britische Kunstschutzoffizier Michael Ross notierte: „Ein Wunder, dass sie noch stand, die einzige Kirche - in der ganzen City fast das einzige bedeutende Gebäude, das nicht eine vollständige Ruine war.“ zit. nach Niklas Möring: Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg, Köln 2011, S. 94
  50. Westfälischer Anzeiger: Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg: Weshalb ihn die Bomben nicht zerstörten; wa.de
  51. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 112
  52. Katholisch.de: Zwischen Trümmern
  53. Niklas Möring: Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg, Köln 2011, S. 94f
  54. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt durch Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 10
  55. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 113
  56. Arnold Wolff: Die Gefährdung des Domes und die Arbeit der Dombauhütte; in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 73
  57. Koelnreporter.de: Wahrzeichen: Kölner Dom und Dombauhütte
  58. Koelnreporter.de: Wahrzeichen: Kölner Dom und Dombauhütte
  59. Arnold Wolff: Die Vollendung des Domes im 19. Jahrhundert; in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 52
  60. Es wurden verwendet: Trachyt und Latit vom Drachenfels, aus Stenzelberg, Wolkenburg und Berkum; Sandstein aus Schlaitdorf, Obernkirchen und Kelheim, Kalkstein aus Krensheim und Savonnières sowie Basaltlava aus Mayen, Niedermendig und Londorf. Arnold Wolff: Steine des Kölner Doms – … (Memento vom 14. März 2012 im Internet Archive), Artikelserie im Kölner Domblatt, 1972
  61. Deutschlandfunk Kultur.de: Dauerbaustelle Kölner Dom
  62. Arnold Wolff: Die Gefährdung des Domes und die Arbeit der Dombauhütte; in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 82
  63. dpa: Warum der Kölner Dom schwarz bleiben muss. In: DerWesten, 9. März 2015.
  64. Arnold Wolff: Die Gefährdung des Domes und die Arbeit der Dombauhütte; in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 80
  65. Koelner Dom.de: Geschichte der Kölner Dombauhütte
  66. Fraunhofer IRB: Labortechnische Untersuchungen über die Wirkung von Steinschutz- und Konservierungsmitteln auf die Natursteine am Kölner Dom. (Memento vom 19. Juli 2012 im Webarchiv archive.today).
  67. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 10
  68. Christoph Driessen: Wie entstand der Kölner Dom? In: G-Geschichte
  69. Andreas Rossmann in FAZ.net: Die Wucht am Rhein
  70. Spiegel.de: Kirche - Ein wunderbares Schauspiel
  71. Andreas Rossmann in FAZ.net: Die Wucht am Rhein
  72. Andreas Rossmann in FAZ.net: Die Wucht am Rhein
  73. Spiegel.de : Konrad Adenauers Staatsbegräbnis
  74. Andreas Rossmann in FAZ.net: Die Wucht am Rhein
  75. Dreikoenige-koeln.de: Illumination zur Domwallfahrt
  76. UNESCO: Kölner Dom von der Roten Liste gestrichen, Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission vom 11. Juli 2006.
  77. koelner-dom.de: Pius Päpstefenster
  78. Kölner Stadtanzeiger: Gedenktafel erinnert an Johannes XXIII.
  79. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 52
  80. https://www.koelner-dom.de/rundgang/ausstattung/elmar-hillebrand-papstgedenktafel-1985/info/
  81. Papstreliquie kommt in den Dom. In: koelner-dom.de, 27. November 2013.
  82. Hannah Radke: Verlust für Betende. In: Domradio vom 6. Juni 2016.
  83. Kölner Dom hat neue Papstreliquie
  84. 50. Dombaubericht – Von Oktober 2008 bis September 2009, von Barbara Schock-Werner, S. 42f.
  85. zeit.de: Papst Franziskus guckt vom Kölner Dom herunter
  86. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 59f
  87. Werner Meyer-Barkhausen: Das große Jahrhundert Kölnischer Kirchenbaukunst 1150 bis 1250, Köln 1952
  88. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 63 ff
  89. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 43f
  90. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 45
  91. bspw. Marc Steinmann: Überlegungen zum gotischen Querschiff des Kölner Domes. In: Kölner Domblatt 72, 2007, S. 145f
  92. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 37ff
  93. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 37, 41
  94. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 37ff
  95. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 96f
  96. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 17
  97. Georg Schelbert: Die Chorgrundrisse der Kathedralen von Köln und Amiens, in: Kölner Domblatt 62 (1997), S. 85ff. Arnold Wolff: Ein neuer Grundriß des Domes, in: Kölner Domblatt 53 (1988), S. 57
  98. Georg Schelbert: Die Chorgrundrisse der Kathedralen von Köln und Amiens, in: Kölner Domblatt 62 (1997), S. 110.
  99. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 36
  100. Arnold Wolff, Die vollkommene Kathedrale, S. 33ff
  101. Maßzahlen: Köln 43,86; Amiens 39,02 (Chor) und 32,90 (Langhaus); Reims 24,06; Chartres 16,42. Vgl. Arnold Wolff, Die vollkommene Kathedrale, S. 35
  102. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 37f
  103. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 47
  104. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 60
  105. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 62
  106. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 50
  107. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 156ff
  108. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 63ff
  109. Johann Josef Böker, Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 63, 71f
  110. Werner Schäfke: Gotische Kathedralen, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 30
  111. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 103f. Arnold Wolff: Die Vollendung des Domes im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 43f
  112. Arnold Wolff: Die Vollendung des Domes im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 44f
  113. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 103f
  114. Arnold Wolff: Die Vollendung des Domes im 19. Jahrhundert, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 45f
  115. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 104
  116. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 110
  117. Arnold Wolff: Der Bau des gotischen Kölner Domes im Mittelalter, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 39
  118. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 27
  119. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 27
  120. Arnold Wolff: Die vollkommene Kathedrale, S. 37f
  121. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 34ff
  122. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 23f, 43f
  123. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 26
  124. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 83
  125. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, Bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 14ff.
  126. Hiltrud Kier: Köln, Städteführer Architektur und Kunst, Stuttgart 2008, S. 45
  127. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, Bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 23.
  128. Hiltrud Kier: Köln, Reclams Städteführer Architektur und Kunst, Stuttgart 2008, S. 45
  129. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 56
  130. Rüdiger Becksmann: Bildfenster für Pilger. Zur Rekonstruktion der Zweitverglasung der Chorkapellen des Kölner Domes unter Erzbischof Walram von Jülich (1332–1349). In: Kölner Domblatt, Jahrbuch des Zentral-Dombauvereins. Band 67, Verlag Kölner Dom, Köln 2002, ISBN 3-922442-48-X, S. 142.
  131. Ulrike Brinkmann: Älteres Bibelfenster, um 1260. In: koelner-dom.de, aufgerufen am 29. Januar 2017.
  132. Frederike Buhse: Kölner Dom: Der Riese in Zahlen | Quarks. 11. März 2019, abgerufen am 5. Mai 2019.
  133. Johann Josef Böker: Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018
  134. Borger, S. 57–58.
  135. Hans-Georg Lippert: Historismus und Kulturkritik: Der Kölner Dom 1920–1960. (Studien zum Kölner Dom Bd. 7), Verlag Kölner Dom, Köln 2001, ISBN 3-922442-33-1, S. 374–375.
  136. Johann Josef Böker: Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 158
  137. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-15737-0, S. 95 f.
  138. Johann Josef Böker: Michael von Savoyen und der Fassadenriss des Kölner Domes, Köln 2018, S. 65f
  139. Udo Mainzer: Kleine Illustrierte Architekturgeschichte der Stadt Köln, Köln 2017, S. 58f
  140. Christian Freigang: Köln und Prag, Der Prager Veitsdom als Nachfolgebau des Kölner Domes, in: Dombau und Theologie im mittelalterlichen Köln (Studien zum Kölner Dom Band 6), S. 60.
  141. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-15737-0, S. 95 f.
  142. Dombau Köln.de
  143. Kai Pfundt: Kölner Dom: Ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. In: General-Anzeiger. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, Bonn 4. August 2014 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 6. April 2018]).
  144. Rundschau online: der Dachdecker vom Kölner Dom
  145. Arnold Wolff, Barbara Schock-Werner: Der Kölner Dom. Greven Verlag Köln, Köln 2015, ISBN 978-3-7743-0658-5, S. 55.
  146. Willy Weyres: Die Wiederherstellungsarbeiten am Dom in den Jahren 1967–1969 (Herbst). In: Kölner Domblatt 1969, 30. Folge, S. 113–120, hier S. 118, ISSN 0450-6413.
  147. Willy Weyres: Die Wiederherstellungsarbeiten am Dom in den Jahren 1969 (Herbst) bis 1971 (Herbst). In: Kölner Domblatt 1971, 33./34. Folge, S. 175–182, hier S. 179, ISSN 0450-6413.
  148. Hiltrud Kier: Reclams Städteführer, Architektur und Kunst Köln, Stuttgart 2008, S. 51.
  149. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, ergänzt und bearbeitet von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 31
  150. Klaus Gereon Beuckers: Der Kölner Dom, Darmstadt 2004, S. 74
  151. Rolf Lauer: Kunstwerke im Kölner Dom, in: Arnold Wolff, Toni Diederich: Das Kölner Dom Lese- und Bilderbuch, Köln 1990, S. 99f
  152. Kölner Dom.de: Chorpfeilerfiguren
  153. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, ergänzt und bearbeitet von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 31
  154. Die Pariser Tradition betont Robert Suckale: Die Kölner Domstatuen. Kölner und Pariser Skulptur in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, in: Kölner Domblatt 44/45 (1979/1980), S. 223ff. Den Einfluss aus Reims unterstreicht Bernd Wedemeyer: Die Pfeilerfiguren des Kölner Domchores und ihr stilgeschichtliches Verhältnis zu Reims, Braunschweiger Kunsthistorische Arbeiten Bd. 1, Braunschweig 1990.
  155. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, ergänzt und bearbeitet von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 32
  156. Hugo Borger (Hrsg.): Der Kölner Dom im Jahrhundert seiner Vollendung. Katalog zur Ausstellung der Historischen Museen in der Josef-Haubrich-Kunsthalle Köln vom 16. Oktober 1980 bis 11. Januar 1981, Köln 1980, S. 31.
  157. Udo Mainerz: Kleine illustrierte Architekturgeschichte der Stadt Köln, Köln 2017, S. 60
  158. Birgit Lambert: Tilman van der Burch, Hl. Christophorus auf koelner-dom.de
  159. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen I. Rheinland. Deutscher Kunstverlag München, Berlin 2005, ISBN 3-422-03093-X, S. 585.
  160. Ute Kaltwasser: Der Kölner Dom wie ihn keiner kennt. DuMont Buchverlag, Köln 2002.
  161. Borger, S. 33.
  162. Udo Mainzer: Kleine illustrierte Kunstgeschichte der Stadt Köln, Köln 2015, S. 39
  163. Borger, S. 33.
  164. Borger, S. 35.
  165. Peter Springer: Das Fußbodenmosaik im Kölner Dom. Geschichte und Programm. In: Der Kölner Dom im Jahrhundertseiner Vollendung. Ausstellungskatalog der Historischen Museen in der Josef-Haubrich-Kunsthalle Köln, Köln 1980, Bd. 2, S. 354—362.
  166. Paul Clemen: Der Dom zu Köln. Verlag L. Schwan, Düsseldorf 1937, S. 203.
  167. Peter Springer: Das „verschollene“ Mosaik aus der Achskapelle des Kölner Domes. In: Kölner Domblatt 1975. Band 40. Verlag J.P. Bachem, Köln 1975, S. 177–204.
  168. Borger, S. 37.
  169. a b Arnold Wolff, Barbara Schock-Werner: Der Kölner Dom. Greven Verlag Köln, Köln 2015, ISBN 978-3-7743-0658-5.
  170. Walter Schulten; Der Dom zu Köln, Köln
  171. Arnold Wolf: Der Dom zu Köln. Seine Geschichte – seine Kunstwerke. Köln 1995.
  172. Werner Schäfke: Köln. 2 Jahrtausende Kunst, Geschichte und Kultur. Köln 1988.
  173. Udo Mainzer, Kleine illustrierte Kunstgeschichte der Stadt Köln, Köln 2015, S. 80f
  174. Klaus Carl: Deutsche Malerei, Vom Mittelalter bis zur neuen Sachlichkeit, New York 2014, S. 27
  175. Birgit Lambert: Agilolphusaltar, um 1520. Von: koelner-dom.de, aufgerufen am 2. September 2017
  176. a b Joseph Hoster: Wegweiser durch den Kölner Dom. Greven Verlag, Köln 1965, S. 4, 24.
  177. Udo Mainzer, Kleine Illustrierte Kunstgeschichte der Stadt Köln, Köln 2015, S. 115
  178. Walter Schulten: Triumph der Eucharistie. Bildteppiche nach Entwürfen von P. P. Rubens (Meisterwerke des Kölner Domes 2). Verlag Kölner Dom, Köln 1986.
  179. Hiltrud Kier: Köln, Reclams Kunst- und Architekturführer, Köln 2008, S. 55
  180. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 43
  181. Robert Boecker: Aus dem Dunkeln ins Licht – Neue Beleuchtung des Doms vorgestellt. In: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln. 42/08, 17. Oktober 2008, S. 52.
  182. Terra X: Bilderserie: Architektur und Bautechnik Kölner Dom. In: ZDF, 4. März 2010, siehe Bild 5.
  183. "Öffnungszeiten" bzw. "Turmbesteigung" (mit Eintrittspreis). In: koelner-dom.de
  184. Ulrich Back: Rundgang: Krypta. In: koelner-dom.de, aufgerufen am 19. Juli 2017.
  185. Marc Steinmann: Rundgang: Grabkammer des Kardinals Frings. In: koelner-dom.de, aufgerufen am 19. Juli 2017.
  186. Die Orgeln im Kölner Dom
  187. Zur Disposition auf der Website der Orgelbaufirma
  188. a b Die Domorganisten
  189. koelner-dom.de: Marienorgel
  190. Jost Rebentisch: Die Domuhr, in: Werner Schäfke (Hg.): Wie Zeit vergeht, Ausstellung in der Kreissparkasse Köln und im Kölnischen Stadtmuseum über den Jahreswechsel 1999/2000, Köln 1999, S. 46
  191. Kölner Dom.de: Langhausuhr
  192. Christian Schnurbus: Die Mannhardt'sche Domuhr, ihre Vorläufer und Uhrmacher. In: Kölner Domblatt. 83. Folge. Verlag Kölner Dom, Köln 2018, ISBN 978-3-922442-94-3, S. 129–165.
  193. Kölner Dom.de: Restaurierung Domuhr abgeschlossen
  194. Markus Eckstein: Der Kölner Dom. Bachem, Köln 2008, ISBN 978-3-7616-2083-0.
  195. Spon 5. Dezember 2010: http://www.spiegel.de/wirtschaft/jura-kurios-wem-gehoert-eigentlich-der-koelner-dom-a-725153-6.html
  196. Körpergröße und Gewicht spielen keine Rolle Joachim Frank Kölner Stadt-Anzeiger 2. Februar 2019
  197. rundschau-online.de: Taschenkontrollen Von nun an gelten strengere Sicherheitsbedingungen im Kölner Dom
  198. Kulturstiftung Kölner Dom: Zahlen und Fakten
  199. Kulturstiftung Kölner Dom - Daten
  200. Kulturstiftung Kölner Dom: Zahlen und Fakten Klaus Hardering, Leonie Becks: Berichte, hier: Erhaltungsaufwand Kölner Dom. In: Michael Hauck, Klaus Hardering (Hrsg.): Kölner Domblatt. Jahrbuch des Zentral-Dombauvereins. Band 78. Verlag Kölner Dom, Köln 2013, ISBN 978-3-922442-83-7, S. 304.
  201. Frank Piotrowski: Vermögen des Erzbistums Köln. Der Kölner Dom für 27 Euro. In: Deutschlandfunk, 18. Februar 2015.
  202. Domprobst Feldhoff in Bild.de: Was ist der Dom wirklich wert?
  203. a b Neuer Führer zur Tier- und Pflanzenwelt des Kölner Doms. In: domradio.de. 22. August 2014, abgerufen am 30. März 2017.
  204. Andreas Fasel: Ökologie : Was alles auf und am Kölner Dom lebt. In: welt.de. 24. August 2014, abgerufen am 30. März 2017.
  205. Dom-Bienen. In: imkerverein-dormagen.de. 10. September 2014, abgerufen am 13. Juli 2017.
  206. Mathias Deml: Dombienen. In: Peter Füssenich, Klaus Hardering (Hrsg.): Kölner Domblatt. Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins. Band 80. Kölner Dom, 2015, S. 277.
  207. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, Bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 60f
  208. Uta Winterhager: Die Transformation der Platte, in: Bauwelt 15.2017, S. 16f
  209. Carl Dietmar: Das mittelalterliche Köln, Köln 2006, S. 268f
  210. https://www.koeln-lese.de/index.php?article_id=166
  211. https://www.koelner-dom.de/rundgang/bedeutendewerke/riss-f-ende-des-13-jahrhunderts/sagen-legenden/
  212. Carl Dietmar: Das mittelalterliche Köln, Köln 2006, S. 268
  213. Nr. 3. Urkunde über die Auflösung der Pfarrgemeinde an der Hohen Domkirche St. Petrus, Köln, (Dompfarrei), deren Vereinigung mit der neuen Pfarrgemeinde/Kirchengemeinde St. Aposteln, sowie über die Exemtion der Hohen Domkirche und der dort tätigen Geistlichen. In: Amtsblatt der Erzdiözese Köln, 1. Januar 2010, S. 5, (PDF; 64 S., 507 kB).
  214. Statuten des Metropolitankapitels Köln vom 01. Januar 2010, § 18.
  215. TV-Sendung Wer weiß denn sowas, auf rbb am 28. Juni 2018 wiederholt.
  216. Vgl. Muselmanen beten im Kölner Dom. In: Die Zeit, 12. Februar 1965.
  217. DOMiT (Hrsg.): 50 Jahre Migration aus der Türkei (Memento vom 4. Januar 2015 im Internet Archive), S. 21, (PDF-Datei; 14,1 MB), DOMiD 2011. Siehe auch: Aytac Eryilmac: (Red.): 40 Jahre Fremde Heimat: Einwanderung aus der Türkei in Köln. Begleitband zur Ausstellung 27. Oktober bis 23. November 2001 im Rathaus der Stadt Köln, Köln 2001, ISBN 3-9808030-0-7.
  218. Zit. nach Heinrich Böll, Werke. Essayistische Schriften und Reden 2, 1964-1972, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1979, S. 213–215
  219. a b c d e Planet-Wissen.de: Superlative des Kölner Doms
  220. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Kölner Dom: Der Dom in Zahlen
  221. Arnold Wolff, Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 10
  222. traveling-europe.eu: Die Kreuzblume vor dem Kölner Dom
  223. Andreas Friesecke, Die Audio-Enzyklopädie: Ein Nachschlagewerk für Tontechniker, 2007, S. 100.
  224. Arnold Wolff: Der Dom zu Köln, bearbeitet und ergänzt von Barbara Schock-Werner, Köln 2015, S. 64
  225. a b c d WDR: Entdeckungen im Kölner Dom, S. 19
  226. Domradio.de Kölner Petersglocke auf Platz 2
  227. Kulturstiftung Kölner Dom: Zahlen und Fakten
  228. Domprobst Feldhoff auf Bild.de Was ist der Dom wirklich wert?
davorHöchstes Bauwerk der Weltdanach
Kathedrale von Rouen(157 m)
1880–1884
Washington Monument


Koordinaten: 50° 56′ 28,6″ N, 6° 57′ 29,4″ O

 


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